CeBIT: die größten Flops

Beratungsunternehmen nimmt die Messen der vergangenen Jahre nochmals unter die Lupe

Die CeBIT verliert zunehmend ihre Stellung als Trendbarometer der Computerwelt. Zu dieser Ansicht ist die Mummert + Partner Unternehmensberatung aus Hamburg gekommen, nachdem sie die Messen der vergangenen Jahre nochmals Revue passieren hat lassen.

Flopthema Nummer eins des letzten Jahres sei der Funkstandard Bluetooth gewesen: Die drahtlose Verbindung zwischen Kleingeräten wurde Nach Meinung von Mummert + Partner Anfang 2001 deutlich überschätzt. Für dieses Jahr wird erneut der Marktdurchbruch vorausgesagt – doch gesichert sei er längst nicht.

Im Jahre 2000 habe es gleich mehrere Flops gehagelt. Einer davon: die einst gefeierten Start-up-Unternehmen. Auf der CeBIT waren sie noch Lieblingskinder der Branche, doch bereits Ende des Jahres steckte Deutschland mitten in der Dotcom-Krise. Technisch sei Voice over IP, das Telefonieren übers Web, einer der Fehlstarter des Jahres gewesen.

Top-Flop des Jahres 1999: der sprechende und Sprache verstehende Computer. Die auf der damaligen CeBIT vorgeführten Prototypen haben heute immer noch nicht die Marktreife erlangt.

Die Datenübertragung per Satellitenschüssel könne als der Flop der CeBIT 1998 gelten. Der Satellitenempfang sollte – lange bevor das schnelle Kabel-Internet DSL auf den Massenmarkt kam – das komfortable Internet der Zukunft liefern. Doch daraus wurde bekanntlich wenig bis nichts.

Der Misserfolg des Jahres 1997: das interaktive Fernsehen. Es sollte PC-Technologie für die ganze Familie ins Wohnzimmer bringen. Wenig sei davon bisher realisiert worden. Experten erwarten den Marktdurchbruch nun erst für 2006.

Kontakt:
Mummer und Partner, Tel.: 040/227037160 (günstigsten Tarif anzeigen)

Themenseiten: CeBIT, Messe

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3 Kommentare zu CeBIT: die größten Flops

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  • Am 11. März 2002 um 20:38 von Jörg Grießhammer

    Cebit Flops
    Habe selten soviel dummes Zeug gelesen, wie in der Studie von Mummert u. Partner.

    Eine Messe soll versuchen Märkte zu öffnen und nicht, Buchhaltern eine Nabelschau zu erlauben.

  • Am 11. März 2002 um 20:47 von Matthias Zwerschke

    Seit dem man den Konsumenten
    regelrecht vergrault hat, geht es mit der CEBIT stetig bergab. Schon mal darüber nachgedacht, das letztendlich einzig und allein der Kunde über Erfolg oder Misserfolg eines Produktes entscheidet. Doch von Kundenorientierung hat die gesamte Branche scheinbar noch nichts gehört, sonst gebe es nicht immer noch vor allem technische Geräte zu deren Bedienung eine Doctorarbeit notwendig wird und die alle wie eins aussehen.

    Inovation und Mut zum unternehmerischen Risiko sind in der Branche Fremdwörter. Ein bischen mehr Hertz und einen Löschkopf mehr, das wars dann

  • Am 14. März 2002 um 17:32 von Gebhard Moser

    Unterhaltung
    ist doch immer wieder lustig wenn sich andere irren, für das wort schadenfreude gibt es in englisch kein eindeutiges equvalent, wird daher dort auch in der deutschen form verwendet..

    Trotzdem, eines stimmt sicher, dass eine menge schaum aufgeschlagen wird, nach Bill Gates würden wir in einem komplett elektronischen haus wohnen (und könnten warscheinlich nicht mehr schlafen..)

    soll sich jeder seine meinung bilden..

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