Beamte surfen häufig privat im Büro

Rechnungsprüfer haben 33 Millionen Internet-Zugriffe ausgewertet

Beamte in niedersächsischen Behörden surfen während ihrer Arbeitszeit häufig privat im Internet. Das geht aus einem bisher unveröffentlichten Bericht des Landesrechnungshofes hervor, wie der „Spiegel“ berichtet. Die Rechnungsprüfer haben insgesamt 33 Millionen Internet-Zugriffe von 20.000 Landesbediensteten über einen Zeitraum von zehn Tagen ausgewertet.

Danach hatten 44 Prozent der Zugriffe nichts mit der Arbeit der Beschäftigten zu tun. In sieben Prozent aller Fälle und damit besonders häufig klickten sich die Mitarbeiter bei Online-Shops oder Internet-Auktionen ein. Auf Platz zwei folgten Lifestyle-Seiten mit Urlaubsangeboten oder Modetipps. Auf dem dritten Rang lagen Sex-Angebote.

In nur zehn Tagen waren dem Bericht zufolge rund 300.000 Erotikseiten abgerufen worden; das entsprach 15 pro Internet-Anschluss. Nach einer Modellrechnung des Landesrechnungshofes kommen auf diese Weise 753.000 Arbeitsstunden zusammen, die dem Land durch privates Surfen jedes Jahr verloren gehen. Statistisch gesehen fallen damit 511 Landesbedienstete komplett für die Arbeit aus.

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4 Kommentare zu Beamte surfen häufig privat im Büro

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  • Am 4. März 2002 um 9:18 von Emmi

    Nicht zu vergessen die MA im Rechnungshof…
    … die zehn Tage lang nichts anderes gemacht haben, als auf den Spuren der Beamten im Web zu surfen. Das macht dann statistisch gesehen noch einmal zehn Beamte, die komplett ausfallen ;-)

  • Am 4. März 2002 um 16:43 von Grenadier

    und wer sonst noch?
    mal sehen ob hier auch bald über angestellte des nichtöffentlichen dienstes derart detaillierte surfgewohnheiten am arbeitsplatz zu erfahren sind…

  • Am 4. März 2002 um 23:37 von Was Elend

    Inet klicken
    Ist ne normale Entwicklung. Früher hat man Sekretärinnen betatscht, heute gibts viel knackigere im Net. Schont die natürlichen ressourcen weil diese sich währenddessen mehr auf ihre Arbeit konzentriert.

  • Am 27. Juni 2007 um 11:51 von Don Alphonso

    "Arbeitsstunden"
    … was hätten die Beamten in den 700.000 Stunden denn "gearbeitet" ? Sie hätten Kleingewerbetreibende, Selbständige und andere "Arbeiter" mit unsinnigen Kontrollen, Formularen und anderen bürokratischen Dingen davon abgehalten, die Steuern zu erwirtschaften, die der Staat benötigt.

    BITTE: gebt allen Beamten freien Internetzugang, das fördert die Wirtschaft mehr als alle Subventionen.

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