Keiner will Kimvestor.de

Domain steht seit acht Tagen ohne Nachfrage bei Ebay

Seit acht Tagen steht sie in der Auktion, doch bis heute ist kein einziges Gebot eingegangen: Die Adresse Kimvestor.de wird bei Ebay noch bis übermorgen zu einem Startpreis von 1500 Euro angeboten.

Der Inhaber beruft sich auf eine Bewertung der Domainhandelsbörse Sedo.de, wonach die Adresse mindestens 2000 Euro wert sein soll. Diese Empfehlung stößt offenbar auf taube Ohren.

Das Zugpferd der URL, Kim Schmitz, befindet sich bekanntermaßen seit einigen Wochen in Haft. Sowohl Kimble.org als auch Kimvestor.com werden seitdem nicht mehr aktualisiert. Der Anbieter kann sich indes trösten: Neben Kimvestor.de finden auch Caravanmesse.de (15.000 Euro) und windows-netz.de (ab einem Euro) kein Interesse.

Kim Schmitz war ein Jahr nach seinem Investment in die marode Letsbuyit.com (Börse Frankfurt: LBC) aus Deutschland geflüchtet und kurz darauf in Thailand verhaftet und ausgeliefert worden (ZDNet berichtete laufend).

Schmitz hat seinen Abschied aus Deutschland unter anderem damit begründet, dass ihm als deutscher Großsteuerzahler „statt Respekt nur Spott und Hohn entgegengebracht wird“. Dies sei der Dank für „Risikobereitschaft und Engagement“. Außerdem werde er von deutschen Behörden, Beamten und Paragraphen ständig gebremst und internationale Wettbewerbsfähigkeit damit unmöglich gemacht.

Kurz darauf kündete er auf seiner Site an, dass er an seinem 28. Geburtstag das irdische Dasein beenden wolle. Die Surfer waren eingeladen, dem Ereignis beizuwohnen. Zu diesem Zeitpunkt war die Site jedoch so überlastet, dass ein Abruf kaum möglich war.

Die martialische Ankündigung erinnert an frühere starke Sprüche des erfolglosen Investors: So hatte Schmitz vor einem Jahr nach dem Einstieg bei Letsbuyit.com angekündigt, die Powershopping-Site „profitabler als Yahoo“ zu machen.

Es sei kein Problem, die versprochenen 50 Millionen Euro für Letsbuyit.com aufzubringen, tönte Schmitz damals: „Glauben Sie mir, Kimvestor hat die 50 Millionen Euro und mehr“, so der Unternehmenschef. Den Anlegern des Unternehmens versprach er rosige Zeiten: „Wer mich auf dem Weg dorthin begleitet und frühzeitig investiert hat, wird über diejenigen schmunzeln, die auf Grund mangelnden Vertrauens keine 1000 Prozent verdient haben.“

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