Viag gegen Senkung von Mobilfunkgrenzwerten

Rudolf Gröger befürchtet in Ballungsgebieten Antennenwald

Der Geschäftsführer des Mobilfunkbetreibers Viag Interkom, Rudolf Gröger, hat sich gegen die Senkung von Grenzwerten bei Mobilfunkmasten ausgesprochen. „Wenn wir die niedrigeren Grenzwerte wie in der Schweiz einführen würden, müsste etwa in einer Fußgängerzone alle hundert Meter eine Antenne stehen“, sagte Gröger dem Magazin „Focus“.

Kritiker wie Heyo Eickel fordern dagegen von der Bundesärztekammer aus Vorsorgegründen die Senkung der deutschen Grenzwerte. Laut „Focus“ gilt in der Schweiz in Ballungsgebieten ein 30-fach niedrigerer Grenzwert als in Deutschland. Falls die deutschen Grenzwerte tatsächlich gesenkt werden müssten, rechneten Wirtschaftsexperten mit Mehrkosten für die Netzbetreiber von 9,2 Milliarden Euro.

In Deutschland hatten sechs Netzbetreiber rund 50 Milliarden Euro für UMTS-Lizenzen ausgegeben. Bis Ende 2003 wollen die Betreiber laut Bericht für das neue Netz 15.000 zusätzliche Antennenanlagen errichten.

Im vergangenen Dezember haben die sechs deutschen UMTS-Lizenznehmer angekündigt, im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung die Strahlenschutz-Vorsorge im Bereich Mobilfunk zu verbessern (ZDNet berichtete).

Aktuelles und Grundlegendes zum Universal Mobile Telecommunication System bietet ein News-Report zum Thema UMTS.

Kontakt: Viag Interkom, Tel.: 0800/1090000

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