Spiegel: Titelgeschichten für 50 Cent

Anwender soll die ausgewählten Artikel innerhalb von 60 Minuten beliebig oft abrufen können / Bezahlung erfolgt monatlich per Kreditkarte oder Lastschrift

„Der Spiegel“ bietet seit kurzem seine Titelgeschichten aus dem Heft auch Online gegen Bezahlung an. Für 50 Cent kann der Anwender die ausgewählten Artikel innerhalb von 60 Minuten beliebig oft abrufen, verspricht der Verlag. „Spiegel Online“ bietet alle Artikel des aktuellen Heftes zum „Einführungspreis von 0,50 Euro an“. Der Verlag gewährt dem User derzeit noch ein einmaliges Startguthaben von 0,50 Euro.

Bezahlen im Internet sei inzwischen sicher und kinderleicht, verspricht Spiegel Online. Die Abrechnung übernimmt der Partner Firstgate. Der User soll nach der Registrierung entweder per Lastschrift oder via Kreditkarte bezahlen können. Die Abbuchung erfolge einmal im Monat. Der Kontostand des Lesers soll monatlich per E-Mail zugeschickt werden.

Erst vor wenigen Tagen, meldete das Handelsblatt, dass Print-Inhalte kaum im Web verkäuflich seien und es für Musik-Download noch zu früh sei. Für TV oder Film-Anwendungen fehle schlicht die Bandbreite, so das Fazit des Blatts.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte Ende Januar bereits angekündigt in seinem Online-Auftritt Spiegel.de verstärkt auf kostenpflichtige Inhalte zu setzen (ZDNet berichtete). So plant die Gruppe ab dem zweiten Quartal User-Gebühren auch für Teile des Spiegel-Archivs zu kassieren.

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2 Kommentare zu Spiegel: Titelgeschichten für 50 Cent

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  • Am 13. Februar 2002 um 18:06 von Mik

    Wissbegierige zahlen sich dumm?!!
    Da abonniere ich doch immer noch am liebsten eine Zeitschrift. Die kann ich dann auch mit aufs Klo nehmen. Und wenn nichts gescheites drinsteht, kann ich mir damit immer noch das Hinterteil abputzen… ;-)

    Spass bei Seite:

    Die Neugierigen unter uns werden nach dieser Methode ganz tief in ihre Taschen greifen müssen, wenn sie denn viele (vermeintlich) gute Artikel lesen möchten.

    Idee: eine Maximalpauschale definieren (eventuell der Preis für ein Heft am Kiosk?). Wenn diese Pauschale erreicht worden ist, sind die restlichen Artikel kostenfrei, bis zum Erscheinungstermin der nächsten (gedruckten) Zeitschrift.

  • Am 13. Februar 2002 um 22:12 von thomas b.

    Sind Spiegel-Leser bescheuert?
    Nein, bestimmt nicht. Ich darf annehmen, dass die sehr wohl rechnen können. 50c für *einen* einzigen Artikel für *eine* einzige Stunde?

    Da kann man mal sehen, wie billig Printmedien eigentlich sind, die sogar noch physisch gedruckt und vertrieben werden und bei Bedarf mooonatelang gelesen werden können.

    Vorstellen könnte man sich ein Online-Abo für alles, wegen der Ersparnis für entfallenen Druck und Vertrieb unter dem Preis für ein Heft-Abo.

    Meine private Meinung: Das wird ein Flop!

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