Die Dritte Generation: UMTS

Das Universal Mobile Telecommunications System soll ab 2003 multimediale Inhalte auf mobile Engeräte in Echtzeit übertragen können

Was heißt UMTS?
UMTS – Jeder kennt die Abkürzung, doch viele wissen nicht, was dahinter steht. Das Universal Mobile Telecommunications System soll ab 2003 multimediale Dienste für jeden immer und überall abrufbar machen. Glaubt man den Visionen der Gerätehersteller und Netzbetreiber, dann werden Bildtelefonie, elektronische Postkarten, Surfen im Internet, E-Mails, Multiplayer-Spiele und mobiles Online-Shopping Alltag.

Der Standard
Der UMTS-Standard heißt im internationalen Sprachgebrauch IMT-2000 und wurde von der International Telecommunications Union verabschiedet.

Das Problem mit UMTS
Anders als GSM umfasst IMT-2000 eine ganze Familie von Übertragungsverfahren, die untereinander nicht kompatibel sind. Daher wird eine weltweite Netzabdeckung wohl auch eher ein Wunschdenken bleiben. Die Ursache für die Inkompatibilität der Netze liegt in den bereits bestehenden Mobilfunk-Infrastrukturen, deren einzelne Bestandteile soweit als möglich in die nächste Generation überführt werden sollen.

In Europa entstand basierend auf dem GSM-Standard Wideband-CDMA (W-CDMA) und TD/CDMA. Während TD/CDMA (Time Division/Code Division Multiple Access) allenfalls zur Versorgung von Gebäuden zum Einsatz kommen wird, installieren nahezu alle UMTS-Netzbetreiber in Europa W-CDMA.

Die Geschwindigkeit
Eine Datenübertragungsrate von 2 MBit/s ist als Standard der Zukunft definiert. Diese Geschwindigkeit wird aber nicht überall erreicht werden, sondern nur in städtischen Ballungsräumen wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Einkaufszentren. Flächendeckend kalkulieren die Netzbetreiber eher mit einer Übertragungsrate von 384 KBit/s. Dies sei jedoch ausreichend, um beispielsweise qualitativ hochwertige Videokonferenzen mobil durchführen zu können.

Um multimediale und farbige Anwendungen überall verfügbar anzubieten, ist eine große Bandbreite notwenig. Mit UMTS sollen die Voraussetzungen geschaffen sein. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Zum Download eines Bildes mit 2,8 MByte benötigt

  • GSM: 27 Minuten
  • HSCSD: 7 Minuten
  • GPRS: 2,5 Minuten
  • UMTS: 11 Sekunden (in Ballungszentren mit 2 MBit/s)

Design und Nutzen
Viele Firmen zerbrechen sich lange vor dem Marktstart den Kopf über sinnvolle Endgeräte und nützliche Dienste. ZDNet hat einige Designstudien und Anwendungsbeispiele gesammelt, wie die multimediale Zukunft aussehen könnte:

Anwendungsbeispiele

  • Nutzer sollen digitale Postkarten verschicken können
  • Videomails
  • Videoconferencing
  • Mobile Banking
  • Musik in CD-Qualität aus dem Internet hören können
  • Auszüge aus Stadtplänen, Inhalte von Restaurantkarten oder Fahrplanauskünfte abfragen
  • Videospiele über UMTS-Handy

Weitere Beispiele hat ZDNet in einem UMTS-Report zusammengefasst.

Designstudien
Die Studie der Handy-Hersteller sind teilweise gewagt, aber auch sehr interessant. ZDNet hat sich stellvertretend für die Branche Ideen von Nokia- und Siemens herausgepickt.

Themenseiten: CeBIT, Messe, Telekommunikation

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