Sommer warnt vor fallenden Preisen

"Dann können keine neuen Arbeitsplätze entstehen" / Schröder erfreut über billigeres Surfen

Angesichts der kommenden Einführung der UMTS-Mobilfunkdienste hat Telekom-Chef Ron Sommer vor einem erneuten Preiskampf in der Branche gewarnt. Der Start neuer Techniken dürfe nicht das Ziel haben, „die Preise für Telefonminuten noch weiter nach unten zu drücken“, sagte Sommer bei der Eröffnung der Berlin-Repräsentanz seines Unternehmens. Wichtig sei, dass für die Kunden die Qualität steige.

Dann könnten in Deutschland auch neue Arbeitsplätze in der Branche entstehen. „Mit Kampfpreisen für Telefonminuten gelingt es nicht.“ Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) betonte dagegen, er hoffe auf weiter sinkende Kosten für Telekommunkations-Dienstleistungen.

Er könne verstehen, dass Sommer als Firmenchef nicht immer glücklich über sinkende Tarife sei. „Volkswirtschaftlich muss das nicht unbedingt gelten. Ich find’s gut, dass Preise für Internet-Nutzung rückläufig sind“, sagte Schröder. Nur so könne verhindert werden, dass Teile der Bevölkerung keinen Zugang zu dieser Technik erhielten. Er sei deshalb erfreut, dass etwa im Januar die Kosten für das Surfen im Internet 20 Prozent niedriger gelegen hätten als ein Jahr zuvor.

Vor kurzem war jedoch bekannt geworden, dass das Surfen im Jahr 2002 wieder deutlich teurer werden könnte (ZDNet berichtete). Mehrere große Provider werden in diesem Jahr ihre Preise für Endkunden anheben, heißt es. Im Schnitt sanken die Preise für den Internet-Zugang im Jahr 2001 zwar um 19,1 Prozent, allerdings gebe dieser Durchschnitt nicht die tatsächliche Entwicklung wieder: Seit mehreren Monaten sei es zu keinen deutlichen Preissenkungen mehr gekommen.

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Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800/3301000

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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