Finnland überwacht Häftlinge mittels Handy

Beim Freigang ortet der Staat die Gefangenen durch das Mobiltelefon / Telefonate verboten

Finnische Häftlinge werden neuerdings beim Freigang mit Handys überwacht. Gefängnisinsassen, die wegen guter Führung Hafturlaub bekommen oder im offenen Strafvollzug sind, seien dank eines Funksignals überall zu orten, teilte die Gefängnisverwaltung in Helsinki am Mittwoch mit.

Das System sei ein Jahr lang in einer offenen Haftanstalt getestet und für gut befunden worden. Nun werde es auf acht Gefängnisse ausgeweitet. „Das System reicht, um festzustellen, ob der Häftling bei der Arbeit ist“, sagte eine Behördensprecherin. Ein Anruf verschaffe endgültige Gewissheit, ob er sich am gleichen Ort befinde wie sein tragbares Telefon.

Bei den Handys handelt es sich um normale Modelle ohne spezielles Zubehör. Auf den nationalen Handyhersteller Nokia (Börse Frankfurt: NOA3), weltweit die Nummer eins, haben die finnischen Behörden jedoch nicht zurückgegriffen. „Es sind Siemens-Telefone. Weil das System besser funktioniert, wenn die benutzten Handys einfach zu bedienen sind.“ Privatgespräche dürfen die Freigänger damit nicht führen.

Vor kurzem hatte eine Studie ergeben, dass die ortsbezogenen Dienste den nächsten großen Schub im M-Commerce bringen (ZDNet berichtete).

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