Mobilcom muss im Juli 4,7 Milliarden Euro zahlen

Kredit über 5,8 MIlliarden Euro läuft aus / Beobachter sind der Meinung, dass France Telecom von den Banken in die Pflicht genommen wird

Der Juli ist für Mobilcom (Börse Frankfurt: MOB) ein wichtiger Monat. Dann werden nämlich 4,7 Milliarden Euro fällig, die das Unternehmen zur Finanzierung der UMTS-Lizenz verwendet hat, berichtet Wallstreet Online in seiner aktuellen Ausgabe. Demnach sind von dem aufgenommenen Kredit von 5,8 Milliarden Euro noch rund 4,7 Milliarden Euro offen.

Mittlerweile sind die Banken vorsichtig geworden, die den Erwerb der UMTS-Lizenzen den Mobilfunkunternehmen durch einen Gesamtkredit von rund 100 Milliarden Euro finanziert haben.

Mobilcom konnte zwar schon einen Teilbetrag des Kredits tilgen, dennoch gehen Beobachter davon aus, dass France Telecom in die Pflicht genommen wird. Die Franzosen besitzen zurzeit rund 28,5 Prozent an Mobilcom. Sie haben zwar Banken gegenüber bereits weitgehende Zusagen gemacht, aber der zur Diskussion stehende Kredit fällt nicht darunter.

Mitte Dezember 2001 war Mobilcom erstmals ein Anruf über das UMTS-Netz geglückt (ZDNet berichtete). Sowohl am Standort Düsseldorf als auch in der Berliner Niederlassung des norddeutschen Telekommunikationsunternehmens klingelten die Mobiltelefone der dritten Generation. Der Rufaufbau erfolgte laut dem Unternehmen in beiden Fällen von mobilen Endgeräten unter Realbedingungen in Teile des künftigen UMTS-Netzes.

Während das finnische Unternehmen Nokia (Börse Frankfurt: NOA3) für Mobilcom den süd- und ostdeutschen Raum mit der UMTS-Technik ausrüstet und in Berlin für den ersten UMTS-Call sorgte, startete zeitgleich Ericsson in Düsseldorf die erste UMTS-Verbindung. Das schwedische Unternehmen liefert das Mobilcom UMTS-Netz im westlichen und nördlichen Teil der Republik.

Anfang des Jahres hatte Mobilcom den Aufbau seines UMTS-Netzes im gesamten Bundesgebiet von zehn Standorten aus gestartet (ZDNet berichtete). Bis zum Herbst 2002 soll die Technologie, mit der sich Daten in mehrfacher ISDN-Geschwindigkeit übertragen lassen, in über 20 deutschen Metropolen zur Verfügung stehen.

„Der Netzaufbau läuft nach Plan“, versicherte Mobilcom-Chef Gerhard Schmid. Er geht davon aus, den Starttermin einhalten zu können.

Kontakt:
Mobilcom, Tel.: 04331/6900 (günstigsten Tarif anzeigen)

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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