Gravenreuth stoppt Verkauf von Suse Linux

Verhandlungen über gütliche Einigung laufen gerade

Ein bislang unbekannter Kläger bringt derzeit den Nürnberger Linux-Distributor Suse in Bedrängnis: Günter Freiherr von Gravenreuth hat nach eigenem Bekunden gegenüber ZDNet eine einstweilige Verfügung gegen die Suse Linux AG erreicht. Nach Auskunft von Suse-Sprecher Christian Egle darf die Firma keine Suse Linux-CDs mehr an die Händler weitergeben, bestehende Bestände dürfen jedoch an Endkunden weitergegeben werden.

Das Landgericht München hat nach Informationen des Anwalts die Verbreitung einer auf den Suse Linux-CDs enthaltenen Software untersagt. Nach Auskunft britischer Suse-Mitarbeiter handelt es sich angeblich um eine Anwendung namens „Krayon„. Diese ist Bestandteil des in der Suse-Distribution enthaltenen Koffice. Der Kläger besitzt laut Suse UK ein Programm mit dem ähnlich klingenden Namen Crayon. Reine Spekulation ist, ob sich hinter dem Kläger eine anonyme, gleichnamige Firma verbirgt.

Beide Parteien zeigten sich schmallippig, derzeit laufen Verhandlungen mit dem bislang unbekannten Kläger und Vertretern von Suse. Dies bestätigten sowohl Gravenreuth als auch Egle gegenüber ZDNet. In den kommenden Tagen hoffe man auf eine Einigung, dann sollen auch die Hintergründe offenbart werden.

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Kontakt:
Suse, Tel.: 0911/7405331 (günstigsten Tarif anzeigen)

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7 Kommentare zu Gravenreuth stoppt Verkauf von Suse Linux

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  • Am 8. Januar 2002 um 18:27 von kurt

    Gravenreuth …
    Zumindest der Anwalt des Klägers ist kein Unbekannter. Grafenreuth hatte ja auch schon einmal durchgesetzt, dass ein deutsches Gericht der Begriff "Webspace" als schutzwürdig einstufte.

  • Am 8. Januar 2002 um 19:44 von Knickerbocker

    Hochgestochen
    Da haben Ihro Wohlgeboren wohl was gegen Open Source und die Pfründefreiheit dieses Systems wohl noch nicht ganz begriffen?!

  • Am 9. Januar 2002 um 0:51 von Bernie

    Gravenreuth
    Trau‘ mich fast gar nicht was zu schreiben. Werde vielleicht sonst auch verklagt…

  • Am 9. Januar 2002 um 9:30 von Thorsten

    Jetzt schlägts doch wohl Zwölf !!!
    Diese Abmahnungen, einstweiligen Verfügungen, etc. gehen mir so langsam auf den Nerv. Schade das man keine einstweilige Verfügung gegen Herrn G… erreichen kann. Das hält man ja im Kopf nicht aus was der tut.

  • Am 9. Januar 2002 um 23:30 von Christian Jog

    Der schon wieder…
    Als Anwalt ist der vielleicht ne Spitzenfigur… zumindest kennt ihn inzwischen fast jeder. Aber als Mensch ist er meiner Meinung nach einfach inkompetent. *verdammt bin ich heute wieder zurückhaltend*

    Okay, der Mann verdient ganz gut durch seine prozesse… und oft gewinnt er ja auch. Mein Fazit: Es sollten endlich eindeutigere Gesetze geben, damit solche "lächerlichen" Streitigkeiten nicht mehr möglich sind.

    MfG Maxx

  • Am 10. Februar 2009 um 12:46 von Michael

    Unbegreiflich
    Womit ich eigentlich nicht klar komme ist diese Unverfrohrenheit mit der dieser "Mensch" sein Geld verdient.

    • Am 10. Februar 2009 um 22:04 von mike

      AW: Unbegreiflich
      ab jetzt nicht mehr

      nach dem knast haben wir den als harz4ler an der backe

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