MS-Dos kennt keinen Euro

Tipps zur Umstellung des PCs auf die neue Währung / Auch Finanzprogramme können Update brauchen

Die Euroumstellung kann für Computerbesitzer zur nervenden Hängepartie werden. Doch zahlreiche Fachzeitschriften bieten Hilfestellung und oft die auch automatische Euro-Umstellung per Software auf der Heft-CD. Dritthersteller wie Data Becker oder G-Data offerieren kommerzielle Programme, die Microsofts (Börse Frankfurt: MSF) Office-Dokumente automatisch von Mark in Euro konvertieren sollen.

Zu erreichen ist das Euro-Symbol auf deutschen Tastaturen ohne Eurotaste per Tastenkombination „AltGr+e“. Eine Liste aller Windows-Tastaturkombinationen für das Euro-Währungssymbol ist auf der Web-Site von Microsoft zu finden.

„Bisher ist das Interesse allerdings nicht überragend“, beschreibt ein Microsoft-Sprecher in München die Zurückhaltung deutscher Computerbesitzer beim Europroblem. Wer ein Betriebssystem ab Windows 98 installiert hat, ist in aller Regel bereits gut auf den Euro vorbereitet.

Auf seinem deutschen Internetportal bietet der Hersteller unter dem Link „Fit für den Euro“ Hilfen für die Währungsumstellung. Erst wenn sowohl die Bildschirm- als auch die Druckerschriftarten aktualisiert wurden, kann das Symbol ausgedruckt werden. Microsoft-Programme bügeln mit einem kleinen Trick ein möglicherweise im Druckerzeichensatz fehlendes Symbol aus, wenn der Druckerhersteller kein Update für sein Gerät anbietet: Das E mit dem doppelten Querbalken wird als grafisches Bildsymbol an den Drucker gesendet, der es dann zu Papier bringen kann. Updaten sollte auf jeden Fall, wer unter Windows 3.1, Windows 95 sowie Windows NT 4.51 und NT 4 arbeitet. Der Hersteller bieten zehn Schriftfamilien mit Eurosymbol zum freien Download an

Auch Datenbank- und Finanz-Programme wie Excel oder Quicken können je nach Version ein Update brauchen, Tipps finden sich auf den Herstellerseiten. Wer indes noch immer wacker an seinem MS-DOS-System festhält, dem wird der Abschied von der Mark nicht glücken: Keine MS-DOS-Version ist eurofähig. Apple-Besitzer sind auf der sicheren Seite, soweit sie mindestens das 1998 erschienene Betriebssystem Mac-OS 8.5 einsetzen. „Alle von Apple ausgelieferten Schriften unterstützen das Eurosymbol“, sagt ein Experte von Apple Deutschland in Feldkirchen.

Auch ältere Mac-OS-Versionen sollen eurofähig werden, wenn man die Standardschriften neuerer Versionen installiert. Bis Mac-OS 9.0.4 ist das Eurozeichen über die Tastenkombination „Shift+Alt+d“ zu erreichen, bei späteren Versionen genügt die Kombination „Alt+e“. Freunde des alternativen Betriebssystems Linux gelangen mit „AltGr+e“ problemlos zum Eurosymbol, soweit sie etwa auch von Microsoft stammende eurofähige True-Type-Fonts installiert haben.

Die weit verbreitete Linux-Version von Suse Linux hat seit Version 7.2 und der Benutzeroberfläche KDE 2 eine Euro-Unterstützung eingebaut. Dabei muss im KDE-Kontrollzentrum dem Zeichensatz der Wert iso8859-15 zugeordnet werden. Ältere Versionen werden mit etwas Handarbeit an der Umgebungsvariablen $LANG und einem Microsoft-True-Type-Schriftsatz eurofähig. Star Office geht unter Linux bei eigenen Schriften einen Sonderweg: Dort lässt sich das doppelzüngige E per „AltGr+Shift+E“ hervorzaubern.

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