Opel bekommt IBM-Superrechner

E-Server P-Series 690 gibt in Rüsselsheim Gas / Derzeit schnellster Computer der Autoindustrie

Die Ingenieure des Internationalen Technischen Entwicklungszentrums (ITEZ) von Opel haben den ersten von insgesamt sechs neuen Hochleistungsrechnern von IBM (Börse Frankfurt: IBM) in Betrieb genommen. Die Installation der Computer vom Typ E-Server P-Series 690 „Regatta“ bei Opel ist die erste in Europa und die erste in der Automobilindustrie weltweit. Die Computer mit einem Gesamtwert im zweistelligen Millionen-Mark-Bereich dienen zur Simulation von Crashtests und zur Untersuchung der Aerodynamik.

Mit einer Leistung von mehr als 500 Milliarden Berechnungen pro Sekunde zählt das System zu den Top 50 der weltweiten Supercomputer-Rangliste. Opel verfügt damit nach eigenen Angaben über das leistungsfähigste Computersystem der gesamten Automobilindustrie. Mit dem P-Series 690 können auch aufwendige Simulationen „über Nacht“ durchgeführt werden, so dass das Ergebnis bereits am nächsten Morgen vorliegt.

IBM hatte den Rechner erst vor wenigen Wochen angekündigt (ZDNet berichtete). Regatta ist laut IBM der einzige Unix-Server, der über die verschiedensten Möglichkeiten der Selbstdiagnose, Selbstkonfiguration und Selbstheilung verfügt. Der p690 nutzt zudem den Power4-Mikroprozessor mit zwei Power4-Prozessoreinheiten.

Der IBM Power4-Mikroprozessor ist weltweit der erste Chip, der bereits in sich ein Multiprozessor-System darstellt. Denn jeder Chip ist mit zwei Prozessoren, einem System-Switch mit hoher Bandbreite und einem großen Cache-Speicher ausgestattet. Die erste Generation der Power4-Chips wird mit 1,1 oder 1,3 GHz Taktrate angeboten. Vier von diesen Power4-Chips befinden sich auf einem so genannten Multi-Chip-Modul. Dieses verbindet die einzelnen Chips untereinander, so dass auf einer Fläche von etwa 85 mal 85 Millimeter eine acht-Wege Power4 SMP-Einheit mit gemeinsam sechs MByte Level2- und 128 MByte Level3-Cache Platz findet. Dadurch betrage der Strombedarf des Chips bei gleicher Taktfrequenz nur ein Viertel von vergleichbaren Systemen.

Das erste Modell mit Power4-Prozessoren, der 32-Wege E-Server p690, sei leistungsfähiger als Server, die über mehr als die doppelte Anzahl von Prozessoren verfügen. Durch logische Partitionierung kann der p690 laut Big Blue sowohl als ein einzelner großer Server als auch als viele „virtuelle“ Server betrieben werden. Die Betriebssysteme AIX 5L und Linux können dabei angeblich in jeglicher Kombination parallel laufen.

Kontakt:
IBM, Tel.: 01803/313233 (günstigsten Tarif anzeigen)

Themenseiten: Hardware

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Opel bekommt IBM-Superrechner

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *