Strato: „Wir wollen bis Weihnachten eine Entscheidung“

Bisher ist kein Geld geflossen / Teles-Tochter hat sich nicht mit dem Hoster KPN Qwest geeinigt

Das Thema „Strato-Ausfall Ende März“ kann immer noch nicht zu den Akten gelegt werden. Nachdem die Server des deutschen Massen-Hosters über Wochen Probleme hatten und in einigen Fällen sogar Daten verloren gingen (ZDNet berichtete), versprach die Berliner Firma eine schnelle und unbürokratische Entschädigung. Aber auch sechs Monate danach hat kein Kunde irgendwelche Ausgleichszahlungen erhalten. Der Kundenbeirat forderte vor zwei Wochen in einem offenen Brief eine Stellungnahme. Die Frist verstrich jedoch ohne Antwort. ZDNet fragte nach.

„Wir haben von Anfang an unseren Hoster, die Firma KPN Qwest, mit in die Pflicht nehmen wollen. Zurzeit laufen also die Verhandlungen zwischen Strato und KPN Qwest und sobald wir uns hier auf Ausgleichszahlungen geeinigt haben, werden wir auch unsere Kunden entschädigen“, erklärte Strato-Sprecher Andreas Maurer im Gespräch mit ZDNet.

Auf Strato-Seite leitet Professor Schindler, Vorstandsvorsitzender der Konzernmutter Teles, die Verhandlungen mit dem Karlsruher Hoster. „Entgegen anders lautenden Gerüchten sind bisher keine Zahlungen von KPN Qwest an Strato erfolgt. Wir haben bisher nur einen Betrag – aber ohne Rechtsgrundlage – einbehalten“, sagte Maurer, der aber keine Angaben über die Höhe der Summe machen konnte. Die Strato-Mutter Teles (Börse Frankfurt: TLI) hatte für die Entschädigungszahlungen Rücklagen gebildet und diese in einem Börsenbericht ausgewiesen. „Daraus hatten einige geschlossen, dass schon Geld geflossen sei. Dies ist nicht der Fall“, so der Sprecher.

„Ein Prozess gegen KPN Qwest wäre deutlich langwieriger und kostspieliger gewesen als die jetzt laufenden Verhandlungen“, so Maurer weiter. Über die Schadensersatzforderungen der Strato-Kunden konnte der Sprecher keine Angaben machen. Wäre es denn nicht sinnvoller gewesen, schnell zu entschädigen, um nicht monatelang verärgerte Klienten zu haben? „Dies wäre sicher für das Image von Strato besser gewesen. Aber wir wollten auf dieser Seite keine vollendeten Tatsachen schaffen, sondern KPN Qwest in die Pflicht nehmen“, erklärte der Strato-Sprecher. Er rechnet damit, dass die Verhandlungen in den nächsten ein bis zwei Wochen abgeschlossen werden.

In den Foren von ZDNet gehört Strato und seine Angebote seit langem zu den heiß diskutierten Themengebieten.

Kontakt:
Strato, Tel.: 030/886150 (günstigsten Tarif anzeigen)

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1 Kommentar zu Strato: „Wir wollen bis Weihnachten eine Entscheidung“

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  • Am 29. November 2001 um 9:52 von W. Wandrey

    Strato vs KPN
    Was interessieren denn den Strato Kunden die Streitigkeiten zwischen Strato und KPN. Der Kunde hat doch wohl einen Vertrag mit Strato und nicht mit irgend einem beliebigen ISP, Knotenanbieter, Fluggesellschaft oder Bäcker….

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