Software-Fehler: NTT Docomo ruft UMTS-Handys zurück

1500 Handys müssen zurück ins Werk / Analysten: "Fehler ist nicht tragisch"

Wegen Softwarefehlern hat der japanische Mobilfunkkonzern NTT Docomo 1500 Handys für seine neuen UMTS-Dienste zurückrufen müssen. Wie das Unternehmen am Dienstag in Tokio mitteilte, wurden bei den Geräten des japanischen Herstellers NEC gespeicherte E-Mails und andere Daten gelöscht, sobald neue Inhalte per Handy aus dem Internet abgerufen wurden.

Es ist der erste größere technische Defekt seit dem Start des weltweit ersten UMTS-Handy-Netzes im Oktober. Die neue Technik erlaubt es Kunden, neben E-Mails auch bewegte Bilder und andere Multimedia-Anwendungen auf ihre Handys zu laden. In Deutschland wollen die ersten Anbieter des so genannten Mobilfunks der dritten Generation in der zweiten Jahreshälfte 2002 an den Start gehen.

Derzeit hat NTT Docomo 11.000 Kunden für seinen bislang nur in Teilen der Hauptstadt Tokio angebotenen neuen Mobilfunkdienst. Bis Ende März 2002 soll die Zahl durch eine Ausweitung des Netzes auf 150.000 steigen. Analysten bezeichneten den Fehler an den NEC-Handys als nicht tragisch. Probleme seien bei neuen Technologien immer zu erwarten, sagte Telekom-Analyst Shinji Moriyuki von Daiwa in Tokio.

Hier hätten ein paar Handys versagt, das eigentliche Netz funktioniere aber. Der japanische Anbieter hatte den kommerzielle Start seines Freedom of Mobile Multi-Media Access (FOMA) genannten UMTS-Dienstes wegen technischer Probleme allerdings bereits von Mai auf Oktober verschieben müssen. Das eigentlich zum UMTS-Kernangebot zählende Herunterladen von Musik und Videoclips soll frühestens in der ersten Hälfte des kommenden Jahres möglich sein.

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