Polizei fahndet mit Stimme im Internet

Verdächtiger drohte Bank mit Sprenganschlägen / Hinweise und Anrufe sind im Internet abrufbar

Vermutlich bundesweit zum ersten Mal fahndet die Polizei mit einer Stimme im Internet. Wie die Polizei in Göttingen am Freitag mitgeteilt hat, sucht sie auf diesem Weg einen Mann, der Anfang November zwei Mal in einer Bank angerufen und mit Sprengstoffanschlägen gedroht hatte.

Die Anrufe waren aufgezeichnet worden und sind nun mit weiteren Hinweisen im Internet abrufbar. Bei seinem ersten Anruf kündigte der Mann Sprengstoffexplosionen „in allen westlich-kapitalistischen Banken Göttingens“ an.

Bei seinem zweiten Anruf erklärte er 50 Minuten später: „Ich warne Sie zum letzten Mal: Bringen Sie sich in Sicherheit.“ Die Bank wurde daraufhin für zwei Stunden geräumt und ohne Ergebnis von Hunden durchsucht. Nun hoffen die Fahnder, dass Internet-Nutzer die Stimme erkennen. Nach Angaben der Göttinger Polizei ist dies zumindest für Niedersachsen die erste Stimmen-Fahndung per Internet. Beim Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden war auch bundesweit kein weiterer Fall bekannt, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte.

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