IoT wirft Regierung Untätigkeit bei Flatrates vor

"Nachbarländer sind uns weit voraus" / Verbrauchern drohe eine künstliche Verteuerung der Tarife

Die Initiative „Internet ohne Taktung“ (IoT) hat erneut scharfe Kritik an der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) sowie der Regierung Schröder geübt. Die RegTP habe noch immer nicht die Kosten für das Linesharing ermittelt und hier einen fairen Preis festgelegt, wie es die Regulierer in Nachbarstaaten längst getan haben, kritisiert der Veband.

Anstatt für faire Konditionen auf Grosshandels- und Vorleistungsebene zu sorgen, möchte die RegTP nun stattdessen lieber eine Untersuchung der T-DSL- Endkundenpreise durchführen, so die IoT. „Für die Verbraucher besteht damit die Gefahr einer künstlichen Verteuerung der von Deutscher Telekom und T-Online berechneten Privatkundentarife, weil RegTP und Bundesregierung in wichtigen Punkten untätig bleiben“, fasst die Initiative ihre Kritik zusammen.

In den Nachbarländern sei man schon entschieden weiter: So habe der französische Regulierer ART als Ergebnis seiner Kostenuntersuchung den monatlichen Mietpreis für das Linesharing bereits im Februar auf 6,10 Euro festgelegt. Der britische Regulierer OFTEL habe den Mietpreis im Oktober auf umgerechnet sieben Euro pro Monat (4,41 Pfund) festgesetzt.

Die Deutsche Telekom (Börse Frankfurt: DTE) habe im Oktober in ihrem Angebot an die Wettbewerber dagegen einen Mietpreis von 14,65 Euro verlangt. Obwohl dieser Preis teurer als die vollständige Übernahme der Teilnehmeranschlussleitung sei und damit eine absurde Situation vorliege, sei die RegTP bisher untätig geblieben.

Eine gestern veröffentlichte Studie hatte ergeben, dass jede zweite Führungskraft im Telko-Bereich inzwischen ein stärkeres Eingreifen der Regulierungsbehörde wünscht

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