Liberty an Premiere World interessiert

Kirch bestätigt Gespräche / Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss

Die Gerüchteküche um das Kabel-TV-Geschäft brodelt wieder. Jetzt soll sich angeblich US-Kabelnetzbetreiber Liberty Media bei dem Pay TV-Sender der Kirch Gruppe Premiere World einkaufen wollen. Unternehmensnahen Quellen zufolge will das amerikanische Unternehmen den Anteil von Rupert Murdochs News Corp. übernehmen. Die Gespräche stehen nach Angaben von Verhandlungsteilnehmern kurz vor dem Abschluss.

BSkyB ist ein Tochterunternehmen von News Corp. und mit rund 22 Prozent an Premiere World beteiligt. Liberty hat von der Deutschen Telekom (Börse Frankfurt: DTE) rund 60 Prozent der deutschen Kabelnetze übernommen. Der Kauf steht noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden (ZDNet berichtete).

Unterdessen bestätigte die Kirch Gruppe Gespräche mit Liberty. Bei den Verhandlungen mit Kabel-Aufkäufer John Malone sei es um die Erörterung denkbarer Kooperationen zwischen Liberty Media und den Bezahl- und Free TV-Sendern der Kirch Gruppe gegangen, so ein Kirch-Sprecher.

Das Kirchs Pay-TV schreibt unterdessen noch immer tiefrote Zahlen mit seinen 2,4 Millionen Abonnenten. Falls Kirch vereinbarte Planzahlen bis Oktober 2002 um 20 Prozent unterschreitet, kann Murdoch laut Brancheninformationen entweder sein Geld zurückverlangen oder Premiere World ganz übernehmen. Die Beteiligung an einen Dritten verkaufen – beispielsweise an Malone – kann Murdoch nach Einschätzung von Branchenkennern nur mit Zustimmung der Kirch Gruppe.

ZDNet bietet einen News-Report zur Übernahme des Fernsehkabels für zehn Millionen deutschen Haushalte durch den amerikanischen Medienkonzern Liberty.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800-3300700

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3 Kommentare zu Liberty an Premiere World interessiert

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  • Am 17. November 2001 um 0:06 von Torsten G

    Verluste unverständlich
    Ich habe DF 1 / Premiere World seit 3 Jahren und und bin extrem zufrieden. Dem Programm darf bescheinigt werden, dass es absolut hochwertig ist. Möchte nicht mehr darauf verzichten.

    Ich frage mich schon seit langem, worin die Ursache für die relativ geringe Abonnentenzahl liegt. Der Preis ist für die Qualität gerechtfertigt. Extrem wichtig ist für mich, dass das Programm werbefrei ist. Wer zwei gute Actionfilme hintereinander ohne 8 mal Maggi-Kochstudio gesehen hat, wird es nicht mehr hergeben wollen.

  • Am 17. November 2001 um 14:24 von Thomas Rothe

    Verluste verständlich
    Es gibt halt in Deutschland nicht genügend Couch-Potatoes die fernsehsüchtig genug sind die 50,-DM Monatsgebühr wirklich auszunutzen.

  • Am 18. November 2001 um 21:01 von Ich

    Zwei Seiten der Medaille
    Ich habe auch Premiere World, allerdings ist das Angebot nicht zufriedenstellend. Wenn über mehrere Monate die gleichen Filme zyklisch gezeigt werden (z. B. Beverly Hills Cop), der gleichzeitig auf Pro 7 ausgestrahlt wird, kann man höchstens die fehlenden Werbeunterbrechungen hervorheben. Um die DEM 54,80 wirklich auszunutzen, müsste man wirklich 4 bis 5 Stunden täglich Premiere schauen.

    Nebenbei sind die meisten Filme verstümmelt und der mündige Bürger wird mit Kinderkontrollen genervt. Tja, Zensur in Reinkultur.

    Ok, dafür kann Premiere auch nichts, sondern unser demokratisches meinungsfreies rechtsstaatliches Zensursystem… wo Schwarzgeldschiebereien dank Kohl und Koch zum Kavaliersdelikt verkommen sind

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