Raubkopierjäger nehmen Norddeutschland ins Visier

BSA tritt "nach zahlreichen Hinweisen" auf illegale Software in Aktion

Die Business Software Alliance (BSA) hat Niedersachsen, Hamburg und Bremen ins Visier genommen. Mit einer neuen Kampagne zieht der Softwareverband gegen illegale Softwarenutzung in norddeutschen Firmen ins Feld. Angeblich haben „zahlreiche Hinweise aus dieser Region“ zu dieser Aktion den Anlass geliefert. So sollen 78 Hinweise auf Endanwender, 23 auf illegale Händlergeschäfte sowie rund 150 auf Internet-Piraten in der genannten Region vorliegen.

In 25-sekündigen Radiospots will die BSA in den nächsten Wochen auf die Risiken und Konsequenzen illegaler Softwarenutzung hinweisen. Zahlreiche Computer-Fachhändler wurden angeblich vorab über die Kampagne informiert. Der Softwareverband setzt nach eigenen Angaben in den Spots bewusst auf eine deutliche Sprache. „Nur wer sich betroffen fühlt oder ein schlechtes Gewissen hat, wird auch aktiv“, so der Regional Manager der BSA für Zentraleuropa, Georg Herrnleben. „Wer seine Software selbst überprüft und legalisiert, hat nichts zu befürchten. Wem jedoch der illegale Einsatz von Software nachgewiesen wird, der muss teuer bezahlen!“

Die BSA teilte weiter mit, man habe gute Erfahrungen mit einer lokalen Kampagne in München im Frühjahr 2001 gemacht (ZDNet berichtete). Die BSA wurde 1988 gegründet. Zu den Mitgliedesunternehmen zählen prinzipiell alle großen Namen der Branche wie Microsoft (Börse Frankfurt: MSF), Intel (Börse Frankfurt: INL), Compaq (Börse Frankfurt: CPQ) und Apple (Börse Frankfurt: APC).

Kontakt:
BSA-Hotline-Telefon 0800

Themenseiten: Software, Telekommunikation

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1 Kommentar zu Raubkopierjäger nehmen Norddeutschland ins Visier

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  • Am 5. November 2001 um 23:33 von Christian

    So ein Unfug
    Macht Software bezahlbar, dann braucht ihr nicht anzupreisen, das Raubkopien illegal sind. Doch solange man lieber Millionen für derartige überdurchschnittlich sinnlose Werbespots rauswirft anstatt über Preispolitik nachzudenken, gibt es nur zwei Alternativen: LINUX & Freeware für die, die sich damit auseinandersetzen können/wollen, und das sind immer noch zu wenige, oder die illegale Schiene.

    Also: Macht Software bezahlbar und ihr werdet euch wundern, auf wie schwindend gering die Raubkopiererquote fallen wird.

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