Sail Labs zeigt automatisierte Übersetzung

Hersteller: Bis zu zwei Millionen Wörter in der Stunde möglich / Fachterminologie wird unterstützt

Das Unternehmen Sail Labs präsentiert auf der Systems (15. bis 19. Oktober) in Halle A4, Stand 4.555 neue Übersetzungs- und Content-Management-Systeme.

Das Unternehmen zielt mit seinen Produkten vor allem auf global operierende Unternehmen ab. Suchabfragen sollen in der Landessprache eingegeben und dann im länderübergreifenden Firmennetzwerk oder im Internet bearbeitet werden. Die Software zeigt die fremdsprachlichen Suchergebnisse in einer Übersetzung an. „Wir realisieren mit zwei Partnern gerade ein Projekt für Europol. Ein italienischer Beamter kann dadurch auch auf die Informationen seiner französischen Kollegen zugreifen“, erklärte Geschäftsführer Jürgen Werny gegenüber ZDNet. Unter dem Label Discovery Technology wird diese crosslinguale Suche im Inter- und Intranet vermarktet.

„In unserem Unternehmen arbeiten ziemlich genauso viele Linguisten wie Software-Entwickler“, sagte Werny. „Dabei ist uns klar, dass eine Maschinen-Übersetzung nie so genau sein wird wie die eines Menschen. Aber oftmals dauert ein solcher Vorgang viel zu lange oder wäre zu teuer. Die Automatisierung liefert da einen Überblick.“

Über ein browserbasiertes Interface soll der Transfer von bis zu zwei Millionen Wörter pro Stunde in eine andere Sprache möglich sein. Diese Geschwindigkeit könne allerdings nur bei einfach strukturierten Texten erreicht werden. Die Implementierung von Fachsprache ist laut Werny möglich. Die Übersetzung selbst erfolgt auf einem Server, da dort die Terminologie zentral gepflegt werden kann. Momentan bietet Sail Labs die gängigsten europäischen Sprachen an. Weitere werden durch Partnerfirmen abgedeckt.

Sail Labs arbeitet an einem weiteren Service, der Informationen aus unstrukturierten Dokumenten herausfiltern und dabei auch Netzwerke erkennen soll. „Die Software merkt sich, wenn es heißt ‚Mayer fuhr einen weißen Mercedes‘ und später im Text steht ‚Der weiße SLK ist auf den Halter Huber zugelassen'“, so Werny. Das Filtern der Dokumente soll bis Ende diesen Jahres möglich sein, das Erkennen von Strukturen wird voraussichtlich Ende nächsten Jahres Marktreife erlangt haben.

Kontakt:
Sail Labs, Tel.: 089/490260 (günstigsten Tarif anzeigen)

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