Fraunhofer IAO will inkompatible Software verbinden

"So einfach wie Lego" / Projekt Q-MEKKA soll Migration erlauben

In Berlin ist soeben das Forschungsprojekt „Q-MEKKA“ (Qualität für die Migration, Entwicklung und Komposition von Komponenten und Architekturen) gestartet, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fraunhofer-Institute kooperieren. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, eine Software-Komponententechnik zu entwickeln, die die Zusammensetzung verschiedener Softwaremodule zu einem einzigen, alle gewünschten Funktionen abdeckenden System, ermöglichen soll.

Die Datenverwaltung in Unternehmen ist häufig mit hohem Aufwand und einer Vielzahl verschiedener Programme – zum Beispiel für Adresspflege oder Buchhaltung – verbunden. Häufig passen die verschiedenen Software-Komponenten nicht zusammen und beeinflussen sich sogar gegenseitig negativ. Hier soll Q-MEKKA ansetzen. „Die Kunst besteht darin, etwas Gegebenes mit einer neuen Komponente zu verbinden. Gewachsene Software in Konzernen ist ja zumeist heterogen“, erklärte Projektkoordinator Erwin Schuster auf Nachfrage durch ZDNet. „Komponentenorientierte Software muss also in ein bestehendes System einfließen. Dann können Sie Migrationskorridore anlegen.“

Ein weiteres durch das Projekt adressiertes Problem sei die Abhängigkeit eines Unternehmens von bestehender Software und den damit verwalteten Daten. Die Umstellung oder „Migration“ solcher Systeme auf Komponententechnik ist schwierig und mit Risiken verbunden. In dem gemeinsamen Projekt sollen die Risiken der Migration analysiert und Wege aufgezeigt werden, wie diese dennoch schrittweise und ohne Verlust der Investitionssicherheit durchgeführt werden kann.

Beteiligt an Q-MEKKA sind das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, das Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik FIRST und die Fakultät IV – Elektrotechnik Informatik der TU Berlin. Das Projekt wird im Rahmen der Forschungsinitiative für Internet- und Softwaretechnik vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund einer Million Mark gefördert.

Kontakt:
Fraunhofer IAO, Erwin Schuster, Tel.: 0711/9702212 (günstigsten Tarif anzeigen)

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