E.ON verkauft Beteiligung an Wafer-Produzent

MEMC geht für einen symbolischen Preis an einen Investor / Abschreibungen durch Wafer-Fabrik in Höhe von 860 Millionen Euro in 2001

E.ON hat heute bekannt gegeben, man werde die 71,8-prozentige Beteiligung an dem Siliziumwafer-Produzenten MEMC in Missouri einschließlich eines Gesellschafterdarlehens für einen symbolischen Kaufpreis an den Finanzinvestor Texas Pacific Group (TPG) abgeben.

Sollte sich das Betriebsergebnis von MEMC im Jahr 2002 „wesentlich verbessern“ könnte der Kaufpreis auf bis zu 150 Millionen Dollar hochschnellen. Der Verkauf soll im vierten Quartal 2001 über die Bühne gehen. Bis dahin sollen auch die Einzelheiten über die Stärkung der MEMC-Kapitalstruktur geklärt werden.

Wie E.ON in einer Mitteilung feststellte, besteht „in Folge des Einbruchs im Halbleiter- und Wafermarkt seit dem Frühjahr diesen Jahres bei MEMC erheblicher Liquiditätsbedarf. Da MEMC nicht zum Kerngeschäft zählt, ist E.ON nicht bereit, die Siliziumwafer-Aktivitäten zu finanzieren.“ Im Jahr 2001 belastet MEMC das E.ON-Konzernergebnis 2001 nach Steuern und Abgaben voraussichtlich noch mit rund 860 Millionen Euro. 300 Millionen Euro sind laut E.ON bereits im ersten Halbjahr erfasst, der zusätzliche Betrag aus dem Verkauf beläuft sich auf rund 560 Millionen Euro. Laut der E.ON-Mitteilung will TPG das Wafergeschäft fortführen und weiter in MEMC investieren.

Kontakt:
E.ON, Tel.: 0211/45791 (günstigsten Tarif anzeigen)

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