Powerline-Paket kostet ab 49 Euro im Monat

RWE Powernet 1.500plus-Tarif in Essen und Mülheim/Ruhr

RWE Powerline bietet in Essen und Mülheim/Ruhr ab sofort mit „RWE Powernet 1.500plus“ ein Produktpaket für den Internet-Zugang aus der Steckdose an. Die monatliche Grundgebühr beträgt 49 Euro (95,84 Mark), das Modem ist bereits im Preis enthalten.

Im Produktpaket sind 1,5 GByte Download- sowie 1,5 GByte Upload-Übertragungsvolumen eingeschlossen. Jedes weitere MByte wird mit 0,035 Euro (etwa sieben Pfennig) berechnet. Die Vertragslaufzeit beträgt allerdings ganze 24 Monate. „Viele Kunden haben den Wunsch an uns herangetragen, ein Inklusivpaket anzubieten, in dem vor allem auch das Modem bereits enthalten ist. Mit dem neuen Tarif haben wir auf diesen Kundenwunsch reagiert“, erklärte der Geschäftsführer der RWE Powerline, Michael Laskowski.

RWE Powernet ermöglicht es laut Angaben des Anbieters, Computer über ein spezielles Modem via Steckdose ans Internet anzuschließen. Eine zusätzliche Verkabelung des Gebäudes mit Kommunikationsleitungen sei nicht erforderlich. Der Breitband-Internet-Zugang auf Basis der Powerline-Communication-Technologie (PLC) stehe ständig zur Verfügung, so dass das Einwählen und Warten entfalle. Mit bis zu zwei MBit/s ist die Powerline-Technologie 30 Mal schneller als ein ISDN-Anschluss – solange niemand sonst über die selbe Vermittlungsstelle surft.

Die am 1. Juli 2000 gegründete RWE Powerline ist eine 100-prozentige Tochter der RWE Plus. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet Produkte in den Feldern Internet-Zugang über das Stromkabel, ferngesteuerte Hausautomatisierung und Sicherheitstechnik.

Die ersten Versuche mit Strom die Betriebstechnik zu steuern und sich über den Zustand der Anlagen zu informieren, hatten die Stromanbieter bereits in den 20er Jahren. Die so genannte Tonfrequenz-Rundsteuertechnik konnte jedoch nur auf Hoch- und Mittelspannungsnetzen wenige Bits pro Sekunde übertragen.

Seit über drei Jahren ist die Powerline Communication-Technologie (PLC) hierzulande im Gespräch. Im Dezember 1998 schlossen das Stuttgarter Telekommunikationsunternehmen Tesion und die Energie Baden-Württemberg (Enbw) die ersten Haushalte über das Stromnetz ans Internet an. In Herrenberg bei Stuttgart begann damit die zweite Phase des Digital-Powerline-Feldversuchs, bei der erstmals in Deutschland Haushalte diese neue Technologie nutzen konnten. Danach starteten weitere Feldversuche, darunter auch der oben genannte Essener Energiekonzern RWE gemeinsam mit der Schweizer Firma Ascom. Ihre Version von PLC präsentierten sie erstmals während der Computermesse CeBIT im März 2000 in Hannover.

Bei PCL fließen die Daten nicht auf ihrem gesamten Weg durch die Stromkabel, sondern nur die wenigen hundert Meter über das Niederspannungsnetz vom Anwender bis zum nächsten Transformatorenhäuschen des Stromversorgers. Die Verteilerstationen stehen in der Regel etwa 300 bis 600 Meter auseinander, so dass das Signal auf dem Weg durchschnittlich einmal verstärkt werden muss.

Am Trafohäuschen befindet sich eine Basisstation, die die Daten moduliert und per Funkverbindung oder über Glasfaserkabel zur nächsten Vermittlungsstelle einer Telefongesellschaft sendet. Von da aus geht es weiter über die normalen Telefon- und Datennetze.

Das Marktforschungsunternehmen Forrester hatte zum Start der Powerline-Technologie in Deutschland zum 1. Juli mit den wirtschaftlichen Erfolgsaussichten des Geschäftsmodells beschäftigt. Das Ergebnis: Powerline wird nach den Erkenntnissen der Analysten kein schneller und durchschlagender Erfolg. Das Konzept sowie die aktuelle Preisgestaltung stünden dem entgegen. „Gerade technische und preisliche Unzulänglichkeiten verhindern den schnellen Erfolg“, sagt der Forrester-Analyst Jörg Nußbaumer. „Powerline tritt in den nächsten Monaten in direkte Konkurrenz zur DSL-Technologie. Mit dieser wird sie sich messen müssen und dabei unterliegen.“Schwachstellen benennt Nußbaumer in mehreren Bereichen: Da Powerline ein „Shared medium“ ist und eine Reihe von Nutzern an der selben Vermittlungsstelle angeschlossen sind, teilt sich die maximale Zugangsgeschwindigkeit durch die Anzahl der User und verringert sich entsprechend.

ZDNet hat einen ausführlichen News-Report zum Thema zusammengestellt.

Kontakt:
RWE Powerline Service Hotline, Tel.: 01801/234050 (günstigsten Tarif anzeigen)

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Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Powerline-Paket kostet ab 49 Euro im Monat

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  • Am 14. September 2001 um 15:17 von A

    Powerline ist Umweltverschmutzung
    Powerline ist Umweltverschmutzung

  • Am 14. September 2001 um 15:36 von Mr.Death

    RE: Powerline ist Umweltverschmutzung
    @A:

    Wenn Du nichts zum Thema beitragen kannst, dann halt Dich hier raus. Was bringt das jemanden zu lesen, dass Powerline Umweltverschmutzung sei, ohne irgendwelche Begründungen zu haben?

    Naivlingen wie Dir sollte man den Internetzugang untersagen …

  • Am 15. September 2001 um 12:26 von Arguss

    Nicht mehr Zeitgemäß ??
    Gibt es wirklich noch so dämliche User die Powerline zu diesen Preisen nutzen ?

    fast 100 DM Grundgebühr und dann auch noch Volumenabrechnung ?

    Die sind doch nicht ganz dicht !!!

    Gut 2MBit , wenn kein anderer auf die Vermittlungstelle zugreift , aber wie oft kommt das in einer Großstadt denn wohl vor , bei sagen wir mal 20 oder 30 Verteilerknoten für 600.000 Leuten ?? (das heißt Powerline ist 30 mal schneller als ISDN , also wenn 30 Leute es gleichzeitig nutzen Bleibt für jeden ISDN geschwindigkeit und bei 60 Leute ? *lol*

    Auf der CeBit war ich am Powerline Stand

    da wurde Powerline als die Zukunft des Internet’s angepriesen kostengünstig und schnell *lol* sollte es sein , man könnte ja denn ganzen Tag im Internet sein und es entstehen keine Kosten (wenn man sich nicht bewegt) , auf die Frage von mir was ich denn dann im Netz sollte , kam keine Antwort !

    Naja meine Meinung ist das Powerline mit diesen Tarifen nicht konkurenzfähig ist und einfach wieder eingestellt werden sollte oder sie bieten auch eine Flat für 50 DM , dann könnten sie sich ja vielleicht mit DSL messen !

    Fazit :

    Lieber noch auf DSL warten und nur die hälfte für eine Flat zahlen , bei der mir die wahre Gegenleistung bekannt ist !!

    Arguss

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