IBM senkt US-Microdrive-Preis um 32 Prozent

Grund: Immer mehr Hersteller machen ihre Produkte kompatibel / "Für Deutschland ist nichts dergleichen angekündigt"

Auch der PC-Branchenprimus IBM (Börse Frankfurt: IBM) hat die Preise bei seinem kleinsten Wechseldatenträger, dem Microdrive, für den US-Markt stark gesenkt. Die Miniatur-Festplatte, die im Compact Flash Type II-Slot von Endgeräten wie Digicams, PDAs oder MP3-Playern zum Einsatz kommt, fiel im Preis um bis zu 32 Prozent.

„Für Deutschland ist nichts dergleichen angekündigt“, teilte der Sprecher der IBM-Niederlassung in Deutschland, Karsten Weiß, gegenüber ZDNet mit. So bleiben die Preise für die ein GByte-Version vorerst unverändert bei 1335 Mark. Die 349 MByte-Variante kostet 734 Mark.

Anders in den USA: Hier will IBM jetzt für die ein GByte-Version 379 Dollar. 512 MByte auf der winzigen Festplatte schlagen ab sofort mit 259 Dollar zu Buche und die 340 MByte-Variante mit 199 Dollar. „Wir senken den Preis, da immer mehr Hersteller anfangen, ihre Produkte Microdrive-kompatibel zu machen“, sagte IBM-Sprecher Michael Kuptz.

IBM hatte die Kosten pro MByte in den vergangenen zwei Jahren um 50 Prozent gesenkt, unterstrich der Sprecher. Der preispolitische Feldzug des Branchenprimus ist auch eine Antwort auf den großen Kampf um Marktanteile für die diversen Speicherformate.

„Microdrives sind pro MByte preiswerter, als Flashspeicher wie Smartmedia, Sonys (Börse Frankfurt: SON1) Memory Stick oder SD- und Compactflash-Karten“, sagte der Web-Feet-Speichermarktanalyst Alan Niebel.

Niebel rechnet mit einem Preis von etwa 40 Cents pro MByte für Microdrives, während Flashspeicher seiner Meinung nach zwischen 50 und 60 Cents kosten. Doch auch der Flashspeicher habe seine Vorteile. So seien diese Speicherarten kleiner als IBMs Microdrive und würden bei Erschütterungen nicht hüpfen wie eine Festplatte.

IBMs Microdrive nahm einen marginalen Marktanteil bei den wechselbaren Datenspeichern von 6,7 Prozent im vergangenen Jahr ein, erinnert sich Niebel. Da die Nachfrage steigt, wird IBM Kuptz zufolge die Speicherkapazität der Laufwerke steigern und den Preis weiter senken. Laut dem Unternehmen ist es möglich, auf der winzigen Festplatte bis zu sechs GByte Speicherkapazität unterzubringen.

Kontakt:
IBM, Tel.: 01803/313233 (günstigsten Tarif anzeigen)

Themenseiten: Business, Hardware

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu IBM senkt US-Microdrive-Preis um 32 Prozent

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *