T-Aktie: Aktionärsschützer fordern Signal von Eichel

Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre verlangt personelle Alternativen zu Sommer / Als Gutmachung: Treueaktien aus dem Bundesbesitz

Angesichts des anhaltenden Kursverfalls der Aktie der Deutschen Telekom (Börse Frankfurt: DTE) haben Aktionärsschützer Bundesfinanzminster Hans Eichel (SPD) zum Handeln aufgefordert. Es müssten personelle Alternativen zu Telekom-Chef Ron Sommer geprüft werden, sagte Reinhild Keitel von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) am Freitag in Frankfurt am Main.

„Es stellt sich die Frage, ob derjenige, der die Probleme der Telekom geschaffen hat, diese auch lösen kann.“ Wenn eine „überzeugende Figur gefunden würde, würde das helfen“, sagte die Aktionärsschützerin weiter.

Keitel erneuerte gleichzeitig ihre Forderung an Eichel, den gebeutelten Anlegern „als Kompensation für die Kursverluste“ aus dem Bundesbesitz zusätzliche Treueaktien zu überlassen. Das Papier der Telekom war am heutigen Freitag erstmals unter die Marke von 15 Euro gestürzt. Zwischenzeitlich notierte das Papier nur noch bei 14,81 Euro. Damit hielt sich die Aktie nur noch knapp über dem Stand des ersten Börsengangs im November 1996, als Privatanleger 28 Mark (14,32 Euro) pro Wertpapier zahlen mussten.

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Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800/3301000

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1 Kommentar zu T-Aktie: Aktionärsschützer fordern Signal von Eichel

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  • Am 8. September 2001 um 0:19 von Jürgen Wenzel

    T-Aktie: Aktionärsschützer fordern Signal von Eichel
    "Ich weiß nicht, warum sich einige Leute (Aktionärsschützer) immer vor so einen Karren spannen lassen.

    Ich werde den Gedanken nicht los, daß einige sog. Vertreter der Aktionäre, die gegenwärtigen Sorgen nur für Ihre eigene Profilierung nutzen und nur auf den kurzfristigen Erfolg aus sind. Warum fallen mir dabei nur immer gleich Bestattungsunternehmen ein.

    Den Kursverfall erleben zur Zeit alle Konzerne in der Weltwirtschaft.

    Wollten wir immer und überall gleich nach Auswechslung der Konzernleitung rufen, so könnten wir gleich ein Weltrotationssystem für Führungskräfte einführen.

    So hat man dann wenigstens sicher gestellt, daß diesen Führungsebenen dann auch wirklich der letzte Mut zum Risiko genommen wird und eine langfristige Firmenphilosophie damit im Keim erstickt wird.

    Wenn ich auch mit Sicherheit kein obrigkeitshöriger Freund dieser Führungsschicht bin, so meine ich doch, daß man diesen Leuten die Möglichkeit geben sollte, die Erfolge einer Langzeitstrategie auch zu erleben.

    Oder können Sie mir präzise belegen, was in der Leitung der DTAG nachweisbar falsch gemacht wurde, ohne daß Sie sich der tausendfachen Klischees aus den Medien bedienen.

    Alles, was zur Zeit in den Medien polemisiert wird, ist nicht belegt und auch noch nicht belegbar, sondern beruht auf den Aussagen einiger Wirtschaftsanalysten

    Was aber diese Wirtschaftsanalysten mit Ihren Aussagen anrichten, und wie falsch und wetterwendig sie mit ihren Aussagen lagen, konnten wir im Laufe eines Jahres gut mitverfolgen und wird zum Teil im gegenwärtigen DAX wiedergegeben.

    "Ich bin selbst Mitarbeiter der DTAG aus der mittleren Ebene und habe z.Zt. Verluste von mehreren tausend DM.

    Ich wuste aber auch von vorn herein, daß mir niemand den Erfolg sichern kann, daß es mein Risiko oder mein Erfolg ist.

    So wuste ich auch, daß ein Aktienkurs nicht unbedinngt etwas über den Zustand eines Unternehmens aussagt.

    Ein Spiel eben."

    Wer jetzt also jammert, und einem angeblichen Versprechen hinterherläuft, hätte seinerzeit lieber seinem Sparstrumpf treu bleiben sollen, und nich Omas letzte Kohle verzocken.

    "Ich denke, daß einige Interessenvertretungen auf Erfolgsbasis arbeiten sollten.

    Es würde sich dann bei solchen Aktionen auch nicht immer gleich ein schlechter Beigeschmack einstellen."

    Ich denke aber auch, daß man dann von diesen Volksvertretern nicht mehr so viel hören würde, da mir die Argumentation dieser Leute doch etwas schwach erscheint.

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