E-Plus erzeugt bei KPN Milliardenverlust

Minus im ersten Halbjahr bei 1,038 Milliarden Euro / Deutsche Tochter soll schuld sein

Der niederländische Telefonkonzern KPN hat in den ersten sechs Monaten einen Nettoverlust von 1,038 Milliarden Euro (2,03 Milliarden Mark) verbuchen müssen. Der Verlust lag damit um das 54-fache über dem Vorjahreszeitraum, als noch ein Verlust von 19 Millionen Euro in der Bilanz stand. Den großen Unterschied erklärte KPN mit den Belastungen durch den mehrheitlichen Kauf der deutschen Tochter E-Plus und Kosten für UMTS-Mobilfunklizenzen.

Der dadurch gleichfalls hohe Schuldenstand verringerte sich seit Ende März nur leicht von 23,3 auf 22,8 Milliarden Euro Ende Juni. Auch für das Gesamtjahr 2001 erwarte KPN nun „einen Nettoverlust“, erklärte das Unternehmen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag im ersten Halbjahr bei 1,729 Milliarden Euro. KPN bekräftigte seine Prognose, dass das EBITDA im Gesamtjahr um fünf Prozent über dem Vorjahreswert liegen werde.

Am Freitag hatte KPN bekannt geben müssen, dass seine Gespräche über eine Fusion mit dem belgischen Staatskonzern Belgacom an Differenzen über die Kontrolle des geplanten neuen Unternehmens scheiterten. Der Wert der KPN-Aktie war daraufhin um über ein Fünftel in die Tiefe gestürzt und hatte zum Börsenschluss mit 3,12 Euro den tiefsten Stand aller Zeiten erreicht.

Eine ausführliche Übersicht der letzten KPN-Quartalsergebnisse liefert das Unternehmen in einem 20-seitigen „.pdf“-Dokument.

Kontakt:
E-Plus, Tel.: 0211/4480 (günstigsten Tarif anzeigen)

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