IDF: Intel stellt neue Chip-Architektur vor

Hyper-Threading soll "einen Prozessor wie zwei arbeiten lassen" / Leiwstungssteigerung um 30 Prozent versprochen

Intel (Börse Frankfurt: INL) hat auf seinem Developer Forum in San Jose (27. bis 30. August) mit Hyper-Threading eine neue Prozessortechnologie angekündigt, die die Systemleistung um 30 Prozent erhöhen soll. Sie werde im Jahr 2002 in Serversysteme integriert und später in Desktop-Systeme.

Der Intel-Topmanager Paul Otellini, Executive Vice President und General Manager der Intel Architecture Group, führte während seiner Keynote-Präsentation die neue Technologie vor, die unter dem Codenamen „Jackson“ entwickelt wurde. Die Architektur eröffne die Möglichkeit, einen Prozessor wie zwei arbeiten zu lassen. Das simultane Multithreading Design (SMT) der CPU verarbeite Daten so, wie es bisher nur mit zwei Prozessoren möglich gewesen sei: Befehle würden nicht nacheinander, sondern in zwei parallelen Strömen im Prozessor unter Verwendung des Hyper-Threading „aufgereiht“.

Erste Tests haben laut Otellini eine bedeutend höhere Systemleistung bei Web-Transaktionen, sowie eine höhere Anzahl von möglichen Benutzern, die gleichzeitig auf einem Server arbeiten, ergeben. Ab 2002 nutzen die Xeon-Prozessoren für Server die neue Hyper-Threading Technologie, eine „Vielzahl weiterer Produkte“ solle während der nächsten Jahre folgen. „Der bedeutende Leistungssprung auf Grundlage dieser Technologie wird die Prozessoren in allen Bereichen der Computerindustrie verbessern und den Anwendern maximale Rechenleistung bieten“, sagte Otellini.

Der Einführung von Hyper-Threading gehe eine grundsätzlichen Änderung des Prozessorentwurfs voraus. Multithreading Betriebssysteme nach heutigem Standard seien in der Lage, einen einzelnen physikalischen Prozessor als zwei logische Prozessoren zu behandeln. Dazu müsse der Hyper-Threading-fähige Prozessor die eintreffenden Daten von unterschiedlichen Programmen (Tasks) verwalten und unsichtbar für den Anwender alle paar Nanosekunden zwischen einem Satz an Datenanweisungen (Threads) zu einem anderen umschalten. Dabei dürfe der Prozessor den Status beider Anweisungsgruppen (Threads) nicht verlieren, während er einen der beiden abarbeitet.

Aktuelles und Grundlegendes zu Prozessoren sowie deren Leistung liefert ein ZDNet-Benchmark-Test.

Kontakt: Intel, Tel.: 089/9914303 (günstigsten Tarif anzeigen)

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1 Kommentar zu IDF: Intel stellt neue Chip-Architektur vor

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  • Am 21. September 2001 um 20:17 von murphy

    Dafür wird die CPU doppelt so teuer
    har

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