Netzbetreiber warnen vor schärferen Handy-Grenzwerten

Beschränkung der Strahlung von Mobilfunkmasten führt angeblich zu Inflation der hässlichen Antennen

Führende Netzbetreiber warnen vor einer Verschärfung der Grenzwerte für Mobilfunkmasten, wie sie Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) zum Gesundheitsschutz fordert. In einem solchen Fall müssten die Betreiber zum Aufbau des UMTS-Netzes sehr viel mehr Sendemasten aufstellen, sagte der Geschäftsführer des Informationszentrums Mobilfunk (IZM), Immo von Fallois, den „Stuttgarter Nachrichten“.

Dies würde in der Bevölkerung „noch mehr Beunruhigung auslösen“ und könne deshalb nicht im Interesse der Grünen sein. Im übrigen seien die derzeit gültigen Grenzwerte bereits Vorsorgewerte. Nach derzeitiger Planung müssen für das UMTS-Netz bundesweit etwa 40.000 weitere Sendemasten aufgestellt werden. Laut von Fallois müssen dafür die Netzbetreiber, die der Bundesregierung bereits an die 100 Milliarden Mark für die Lizenzen bezahlten, weitere 40 Milliarden Mark investieren.

Bei schärferen Grenzwerten wären es bis zu acht Milliarden Mark mehr, sagte er. Das IZM war im Juni von führenden Netzbetreibern gegründet worden, darunter T-Mobil, Mannesmann Mobilfunk, Viag Interkom, E-Plus und Mobilcom.

Vor kurzem hatte sich das Informationszentrum Mobilfunk (IZM) in Berlin hat sich für eine Versachlichung der Diskussion über elektromagnetische Felder von Mobilfunkanlagen ausgesprochen (ZDNet berichtete). „Zur Auswirkung elektromagnetischer Felder beim Mobilfunk auf den Menschen liegen bis heute rund 3000 Studien vor. Nicht eine davon hat eine Gefährdung der Gesundheit nachweisen können“, erklärt Geschäftsführer Immo von Fallois.

Das Informationszentrum Mobilfunk ist eine Brancheninitiative der Mobilfunkbetreiber E-Plus, Group 3 G, Mobilcom (Börse Frankfurt: MOB) , T-Mobil, Viag Interkom, Mannesmann Mobilfunk und des Bündelfunknetzbetreibers Dolphin Telecom.

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