Sommer: „T-Aktie ist mehr wert“

Kurs stehe im krassen Widerspruch zur operativen Performance / Offener Brief an Aktionäre / Schon vor drei Monaten hielt der Telekom-Chef das Papier für unterbewertet

In einem offenen Brief an die Aktionäre hat Telekom-Chef Ron Sommer zur anhaltenden Kursschwäche des Papiers Stellung bezogen. Er sieht die „aktuelle Kursentwicklung in krassem Widerspruch zur operativen Performance“ seines Konzerns. Die Stellungnahme erschien in allen großen deutschen Tageszeitungen als ganzseitige Anzeige.

Die Deutsche Telekom sei (Börse Frankfurt: DTE) stabil finanziert wie kaum ein anderes Unternehmen der Branche, so Sommer weiter. Dies sei eine der Voraussetzungen, um die „immensen Potenziale unserer Märkte auch in Zukunft überproportional zu Gunsten des eigenen profitablen Wachstums zu nutzen“.

Substanz und Qualität würden sich auf mittlere und lange Sicht durchsetzen, ist sich der Telekom-Chef sicher. Der Brief schließt mit den Worten „Wir hoffen dabei auch sehr auf das Vertrauen und die Beständigkeit unserer Aktionäre in Deutschland und in aller Welt“.

Es ist nicht das erste mal, dass sich Sommer zum Aktienkurs seines eigenen Unternehmens äußert. Vor mehr als einem halben Jahr bezeichnet der Vorstandsvorsitzende das Rekordhoch von über 100 Euro im Frühjahr 2000 als Übertreibung der Märkte.

Auf der Hauptversammlung im Mai diesen Jahres erklärte Sommer, dass die derzeitige Bewertung der Aktie die „erstklassige Positionierung und den geschäftlichen Erfolg des Unternehmens“ in keiner Weise widerspiegle. Zu diesem Zeitpunkt mussten Anleger für das Papier noch über 25 Euro zahlen, seitdem ist die Aktie um weitere 20 Prozent eingebrochen.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800/3301000

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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1 Kommentar zu Sommer: „T-Aktie ist mehr wert“

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  • Am 20. August 2001 um 4:19 von expocityvoice

    Klopapier
    Ich habe der Telekom schon vor 10 Jahren

    mitgeteilt, daß bei einem evtl. Börsengang mit dem derzeitigen Personal,

    die Aktien unter den Ausgabepreis fallen würden.

    Ich kann mich sehr gut erinnern, dass wir 1946 die Braunkohlen- und FIMAG Aktien meines Vaters in handliche Stücke

    zerteilt und mangels Klopapier im Örtchen verbraucht haben.

    Vielleicht machen wir diesesmal

    Einwickelpapier daraus?

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