Russischer Programmierer gegen Kaution entlassen

Sklyarov könnte das erste Opfer einer neuen US-Richtlinie zu Urheberrechtsverletzungen geworden sein

Der kurz nach der Def Con verhaftete russische Programmierer Dmitry Sklyarov wurde gestern gegen Hinterlegung einer Kaution entlassen. Nachdem 50.000 Dollar hinterlegt worden waren, darf er jetzt den Bezirk Nord-Kalifornien verlassen.

Während der Verhandlung über die Kaution im San Jose Federal Court hatten einige Dutzend Unterstützter des Programmierers eine Protestveranstaltung vor dem Gebäude organisiert. Sie sammelten Unterschriften, um die Freilassung Sklyarovs zu fordern. Bereits seit seiner Verhaftung hatte es in zahlreichen Städten Protestkundgebungen gegeben, um auf die Lage des Programmierers aufmerksam zu machen.

Zunächst hatte es danach ausgesehen, als ob Adobe den Programmierer als Faustpfand im Rahmen einer Klage gegen den Arbeitgeber Sklyarovs behalten wolle. Das Unternehmen vertreibt Software, welche die Sicherungen in Adobes Ebook-Technologie knackt. Aber nachdem der Konzern sich gegen eine Strafverfolgung des Programmierers ausgesprochen hat, befürchten Beobachter des Vorgangs, dass Sklyarov das erste Opfer einer neuen Politik des FBI ist. Der neu ernannte Dirketor der Bundesbehörde, Robert Mueller sollte eigentlich an Anhörungen zu dem Thema teilnehmen. Mueller war vor seiner Beförderung Staatsanwalt in demjenigen Büro, in dem der Haftbefehl gegen Sklyarov ausgestellt worden war. Zwei Wochen vorher hatte der US-Justizminister John Ashcroft im Silicon Valley härtere Vorgehensweisen gegen alle angekündigt, die das Urheberrecht missachten.

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