Analyst: Intel senkt Preis für Pentium 4 um 50 Prozent

Lehman Brothers sieht Preisbombe am 26. August platzen / Weiterer Spielraum bis zu 25 Prozent / Aktie gibt nach

Die Aktie von Intel (Börse Frankfurt: INL) hat gestern Dow Jones und Nasdaq nach unten gezogen. Das Papier gab um rund vier Prozent auf 30,28 Dollar nach. Grund waren zwei Analystenäußerungen: Aus dem Hause Lehman Brothers verlautete, Intel werde in Kürze eine Preisbombe explodieren lassen, während Salomon Smith Barney erklärte, dass die eigenen Erwartungen für den Gewinn von Intel zurückgenommen werden müssten. Das Unternehmen gab zu beiden Berichten keinen Kommentar ab.

Dan Niles von Lehman Brothers teilte in einem Statement mit, das Intel versuchen wird, Marktanteile vom Konkurrenten AMD (Börse Frankfurt: AMD) zurück zu gewinnen. Der Preiskrieg werde sich natürlich negativ auf den Gewinn des Unternehmens auswirken. Niles erwartet eine offizielle Ankündigung von Intel für den 26. August.

Geht es nach Niles, wird Intel die Preise für den Pentium 4-Chip um rund 50 Prozent senken. So soll die mit 1,8 GHz getaktete CPU statt bisher 562 künftig nur noch 260 Dollar kosten. Wenn diese Senkungen ohne Auswirkung blieben, sei immer noch Platz für „einen weiteren Rückgang um zehn bis 25 Prozent am 28. Oktober“. Diejenigen, die die derzeitige Preispolitik als aggressive bezeichnen würden, würden sich noch wundern, so Niles. Ziel von Intel sei es, den Pentium 4 zum Standard-Chip in allen Desktop-PCs ab 800 Dollar aufwärts zu machen. Der Preis für die neue mit 1,9 GHz getaktete CPU soll rasch unter 300 Dollar fallen.

Jon Joseph von Salomon Smith Barney geht indes davon aus, dass der Umsatz im vierten Quartal von 6,64 auf 6,24 Milliarden Dollar sinken wird. Der Gewinn soll von elf auf acht Cents pro Aktie zurückgehen. Allerdings stuft Joseph das Papier nach wie vor als „Kauf“ ein.
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Intel, Tel.: 089/991430 (günstigsten Tarif anzeigen)

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1 Kommentar zu Analyst: Intel senkt Preis für Pentium 4 um 50 Prozent

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  • Am 7. August 2001 um 9:40 von axelinus

    Wintel
    Da sind wohl ein paar Manager von Microsoft zu Intel abgewandert? Was soll solche Geschäftspolitik bringen, wollen wir wirklich in ein paar Jahren nur noch mit Intel und Microsoft arbeiten. Möchte vielleicht jemand, daß es in 10 Jahren nur noch Skoda (nur als Beispiel, das soll jetzt keine Wertung sein) als Automarke gibt?

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