Eichel hat Online-Händler im Visier

Bericht: Steuerprüfer wollen zukünftig mehr Kontrolle über Geschäftsmodelle, die ausschließlich vom Datenverkauf leben

Auf die Betreiber von Internet-Shops könnten ab 2002 harte Zeiten zukommen: Wie die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ meldet, will Finanzminister Hans Eichel in Zukunft verstärkt bei Betrieben kontrollieren, die ihre Dienstleistungen und Verkäufe ausschließlich online tätigen. Anbieter von Services wie Online-Maintanance, Software- und Musik-Downloads müssen also verstärkt mit Kontrollen rechnen.

Anlass ist laut dem Bericht die Versuchung für die Betreiber der Web-Shops, bei der Umsatz-Steuer nicht korrekte Zahlen anzugeben. Denn bisher ist es für das Finanzamt schwer nachprüfbar, wie oft beispielsweise ein digitales Lied heruntergeladen und verkauft wurde. Das Blatt zitiert den Vorsitzenden der Steuer-Gewerkschaft, Dieter Ondracek, das Finanzamt wolle zu dem Zweck laut einem Absatz im geplanten Gesetz zur Bekämpfung des Umsatzsteuerbetrugs eine bundesweite Fandungs-Zentrale einrichten.

Einen ähnlichen Zweck werde der ab 2002 erlaubte Zugriff der Finanzbehörden auf die Datenbestände der Betriebe haben. Die Betriebsprüfer dürften nach „steuerrelevanten“ Daten suchen, heißt es. Im Handelsblatt riet Ondracek betroffenen Unternehmen zu einer strafbefreienden Selbstanzeige.

Kontakt:
Finanzministerium, Tel.: 0228/6820 (günstigsten Tarif anzeigen)

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