IBM baut Computer-Netzwerk für europäische Forscher auf

"Grid"-Netzwerk verbindet Rechenleistung vieler Computer

Der US-Konzern IBM (Börse Frankfurt: IBM) hat den Auftrag zum Bau eines neuartigen Computer-Netzwerks für die wissenschaftliche Forschung in Europa erhalten. Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag in Armonk im US-Bundesstaat New York mit.

Das nach dem so genannten „Grid“-Prinzip funktionierende Netzwerk soll Wissenschaftlern in Großbritannien und den Niederlanden ermöglichen, ihre Forschungen – unter anderem zu den menschlichen Genen sowie zu Proteinen – enger zu koordinieren.

„Grid“-Systeme nutzen die zusammengeschaltete Kraft aller angeschlossenen Rechner und tauschen über das Internet Daten und Rechenkapazitäten zwischen einzelnen Computern aus. Dadurch wird es für den einzelnen Wissenschaftler unter anderem möglich, am eigenen Computer Programme und Datenbanken zu nutzen, die an einem anderen Computer installiert sind.

Die neuen Netzwerke sollen ihr Zentrum im schottischen Glasgow haben. IBM geht davon aus, dass die „Grids“ künftig ebenso eine große Bedeutung erhalten werden wie das World Wide Web, die populäre grafische Benutzeroberfläche des Internets. Mit Hilfe der neuen Netzwerke ließen sich künftig Therapien gegen Krankheiten sowie neue Produkte wesentlich schneller entwickeln, sagte John Patrick, stellvertretender Abteilungsleiter bei IBM für die Internet-Technologie.

Wofür Computer bisher Jahre gebraucht hätten, dies sei nun in Stunden möglich. „Grids“ werden bereits eingesetzt, allerdings vor allem in staatlichen Einrichtungen wie der US-Weltraumbehörde NASA. Dort werden beispielsweise Simulationen von Raketenmotoren zwischen Laboratorien im ganzen Land ausgetauscht.

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