Australier surfen langsamer

Unterwasserkabel durchtrennt / Unfall geschah während der Wartung der Backup-Leitung

Das Surfen im Internet dürfte für die Australier heute wenig vergnüglich sein: Etwa 38 Kilometer vor der Küste wurde gestern morgen gegen acht Uhr Ortszeit das Unterwasser-Internetkabel in die USA durchtrennt. Das bestätigte der Sprecher des Internet Service Providers TSN Internet, Michael Saunders.

„Der Service war gestern für einige Stunden herabgesetzt“, erklärte der Technische Direktor von Excite@Home, Paul Cameron, gegenüber ZDNet Australien. Das Unglück geschah zu einem Zeitpunkt, als die Backup-Leitungen einer routinemäßigen Wartungsarbeit zufolge abgeschaltet waren.

Bis Mitternacht konnte der Verkehr dann über Backup-Leitungen wieder geroutet werden, doch die Australier leiden noch immer: „Der Traffic ist wirklich langsam“, sagte Michael Saunders heute Morgen. „Die Übertragungsgeschwindigkeit tendiert gegen Null.“

Die Experten vermuten, dass der Unfall vermutlich von einem Frachter verursacht wurde. Wegen des schlechten Wetters konnten etliche Schiffe nicht in den Hafen von Sydney einlaufen und mussten vor der Küste ankern. Die stürmische Witterung dürfte auch die Reparatur-Arbeiten erschweren: Das Kabel muss vom Meeresgrund gehoben und an der Oberfläche geflickt werden. Zwischenzeitlich versuchen Techniker, die Umleitungen zu beschleunigen. Das „Soutern Cross“-Kabel ist im April diesen Jahres vollständig in Betrieb benommen worden.

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1 Kommentar zu Australier surfen langsamer

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  • Am 30. Juli 2001 um 13:13 von px

    argh
    Langsam sollte man mal begreifen, dass man wichtige Leitungen entweder nicht ungeschützt am Meeresboden rumhängen lässt oder zumindest dafür sorgen muss, dass irgendwelche Frachter nicht mal eben ihre Anker da rein hängen – selbst schuld sag ich mal. Ist anzunehmen, dass man von oben nicht sieht, wo das Kabel langläuft…

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