Sanmina kauft SCI für sechs Milliarden Dollar

Einsparungen von 150 Millionen Dollar pro Jahr erwartet / Jetzt 50.000 Angestellte in 21 Ländern

Sanmina (Börse Frankfurt: SAY) hat angekündigt, SCI Systems (Börse Frankfurt: YSU) für sechs Milliarden Dollar zu übernehmen. Durch das Zusammengehen der beiden Firmen entsteht ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 14 Milliarden Doller.

Anteilseigner erhalten für jede SCI-Aktie 1,36 Anteilsscheine von Sanmina. Nach Bekanntgabe der Nachricht kletterte der Kurs von SCI um fünf Prozent, während der Wert des Sanmina-Scheins um rund elf Prozent nachgab.

Zu den Kunden des fusionierten Unternehmens werden unter anderem Nortel, Cisco (Börse Frankfurt: CIS) und PC-Hersteller zählen. Durch die Übernahme werde „das Gerücht aus der Welt geschafft, dass Sanmina ein Nischenanbieter ist“, ist sich der Chef des Unternehmens, Jure Sola, sicher.

Erst vor einem Monat hatte seine Firma Alcatels Fertigung in Richardson, Texas, übernommen. SCI und Sanmina erhoffen sich von der Fusion Einsparungen in Höhe von 100 bis 150 Millionen Dollar jährlich. Beide Unternehmen lehnten einen Kommentar zu weiteren Details der Übernahme ab.

Die neue Firma wird rund 100 Niederlassungen in 21 Ländern haben, in denen rund 50.000 Angestellte für das Unternehmen arbeiten. 47 Prozent des Umsatzes sollen nach dem Zusammengehen im Bereich Telekommunikation generiert werden.

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  • Am 17. März 2007 um 15:44 von Uwe Schönfeld

    Sanmina SCI im Siemens Industriepark schließt Produktion
    "1.200 Stellen – Es reicht!"
    Demo gegen Arbeitsplatzabbau in Karlsruhe

    Bei Sanmina SCI im Siemens Industriepark geht es um 270 Arbeitsplätze

    Karlsruhe – Die IG Metall Karlsruhe macht mobil gegen den anhaltenden Abbau von Arbeitsplätzen in der Fächerstadt. Mit einer Protestkundgebung am morgigen Dienstag den 13.03.2007 ab 16 Uhr auf dem Karlsruher Marktplatz will die Gewerkschaft ihrer Forderung "nach einem Umdenken in den Unternehmen und einer aktiveren Rolle der städtischen Wirtschaftspolitik" Nachdruck verleihen.

    Hintergrund des Protests, so die IG Metall, seien die in jüngster Zeit im Stadtbereich gestrichenen 1.200 Stellen in Betrieben und bei Dienstleistern. "Das geht alle an. Deshalb wenden wir uns jetzt an die Öffentlichkeit", erklärte der Erste Bevollmächtigte Angel Stürmlinger am Montag. Die von dem Arbeitsplatzabbau betroffenen Unternehmen hätten im Jahr 2006 zum Teil Rekordgewinne erwirtschaftet. "Die Stellenstreichungen haben daher im wesentlichen nur ein Ziel", betonte Stürmlinger: "weitere kurzfristige Profitsteigerung auf Kosten der Beschäftigten".

    Solidaritätsbekundung für die Sanmina-Beschäftigten

    Vor diesem Hintergrund forderte der Bevollmächtigte der IG Metall eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik von Stadt und Region. Bei der hiesigen Wirtschaftsförderung stünden zu sehr Faktoren wie Flächenangebot und Verkehrsanbindung im Vordergrund. "Um die Lage zwischen Beschäftigten und Geschäftsleitungen vor Ort in den Betrieben kümmert man sich hingegen kaum", kritisierte Stürmlinger. "Kommunale und regionale Arbeitsmarktpolitik muss sich aber mehr am konkreten Bedarf orientieren, sonst haben wir hier bald eine Situation wie in Ostdeutschland: Wunderbare neue Infrastruktur für immer weniger Betriebe und bei hoher Arbeitslosigkeit."

    Der Protest ist auch als eine Solidaritätsbekundung für die 270 Beschäftigten von Sanmina-SCI im Siemens Industriepark Karlsruhe gedacht. Bei der ehemaligen Leiterplattenfertigung von Siemens wird weiter um den Erhalt der Arbeitsplätze gerungen. Als Reaktion auf die für Ende März angedrohte Werksschließung findet seit Montag letzter Woche eine Betriebsversammlung statt. Der US-amerikanische Eigentümerkonzern Sanmina-SCI habe bislang nicht einmal einen angemessenen Sozialplan vorgelegt, kritisiert die IG Metall und die Betriebsleitung setzt auf stur. Herr M. Prestel und Herr K. Roth haben den Auftrag, die Produktion Ende März in Karlsruhe einzustellen.

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