KPN: Fusionsgespräche mit Belgacom laufen

"Financial Times" hatte über Schwierigkeiten bei Verhandlungen berichtet / Problem: Einfluss des belgischen Staates bei Belgacom

Der niederländische Telefonkonzern KPN hat Angaben über ein Stocken seiner Fusionsgespräche mit der belgischen Belgacom dementiert. „Diese Information ist nicht korrekt“, sagte Konzernsprecher Bram Oudshoorn am Montag zu einem entsprechenden Bericht der britischen Wirtschaftszeitung „Financial Times“.

Die Verhandlungen zwischen dem niederländischen Mutterkonzern des deutschen Mobilfunkanbieters E-Plus und Belgacom würden fortgeführt wie geplant, „auch wenn nicht absehbar ist, wann sie zu einem Ende kommen“. Dem Zeitungsbericht zufolge können sich die Fusionspartner bislang weder auf die Bewertung ihrer Unternehmen noch auf die künftige Führung einigen. Die Brüsseler Regierung dringt angeblich darauf, dass der belgische Staatskonzern Belgacom in jedem Falle die Führung in einem gemeinsamen Konzern übernimmt.

Im vergangenen Jahr war die geplante Fusion von KPN und der spanischen Telefónica am Streit um den Staatseinfluss geplatzt: Damals hatten spanische Banken als Telefónica-Großeigner sich gegen eine dominante Rolle des niederländischen Staates gesperrt. KPN erwirtschaftet dem Bericht zufolge drei Mal so viel Umsatz wie die nicht börsennotierte Belgacom; der kleinere Fusionspartner hat aber anders als die große KPN kaum Schulden. Bei KPN waren unter anderem durch den Kauf von E-Plus und die Milliardeninvestitionen in UMTS-Mobilfunk 23 Milliarden Euro (45 Milliarden Mark) an Verbindlichkeiten aufgelaufen.

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