Napster einigt sich mit Metallica

Auch der Streit mit Dr Dre ist beigelegt / Ulrich nennt entgangenen Profit als Klagegrund

Der sich nun im Besitz von Bertelsmann befindliche Musiktauschservice Napster hat zwei offene Rechtsstreitigkeiten beigelegt. Metallica und Dr Dre haben ihre Copyright-Klagen zurückgezogen. „Ich denke, wir haben die Sache im Interesse unserer Fans, Künstler und Verfasser gleichermaßen gelöst“, erklärte Metallica-Schlagzeuger Lars Ulrich. Die Heavy Metal-Band habe nun vollkommene Gewalt über die Menge an via Napster verbreiteten Songs.

„Wir hatten nie ein Problem mit dem Tausch von Musik“, erklärte der vielgeschmähte Musiker weiter. „Unser Problem war, dass Napster uns niemals gefragt hat, ob wir an dem Geschäft teilhaben wollen.“

Die Einigung erfolgte einen Tag nachdem Richterin Marilyn Hall Patel angeordnet hat, dass Napster solange offline bleiben muss, bis sichergestellt ist, dass kein einziger kopiergeschützter Song mehr getauscht wird. Dazu müssen die frisch installierten Filter 100 Prozent sicher sein.

Napster kämpft seit Monaten gegen die Klagen zahlreicher Plattenfirmen, die dem Gratisangebot systematische Urheberrechtsverletzungen vorwerfen. Daran änderte zunächst auch die Allianz mit Bertelsmann nicht. Der deutsche Konzern will aus Napster einen kostenpflichtigen Dienst machen.

Richterin Patel hatte Napster bereits zu Jahresbeginn befohlen, urheberrechtlich geschützte Songs ab März zu blocken (ZDNet berichtete). Erst vor zwei Wochen stellte die Musiktauschplattform mit der Fingerprint-Technik ein Erkennungsverfahren vor, das anhand von „Fingerabdrücken“ erkennen soll, um welches Musikstücks es sich handelt.

Die Filter vergleichen dann die Ergebnisse mit einer Datenbank und blockieren verbotene Dateien. Zurzeit wird dadurch jedoch auch manchen absolut harmlosen Liedern von unbekannten Interpreten der Weg zum Publikum verweigert.

Tauschbörsen im Internet erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Längst gibt es nicht mehr nur Napster, der nicht nur kostenpflichtig geworden, sondern auch immer seltener zu erreichen ist. ZDNet hat eine Liste brauchbarer, obendrein kostenloser Alternativen zusammengestellt.

Kontakt:
Bertelsmann , Tel.: 05241/800 (günstigsten Tarif anzeigen)

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