Cybercrime vor starkem Anstieg

Studie: Schaden durch Wirtschaftskriminalität in Europa belief sich in den vergangenen beiden Jahren auf 3,6 Milliarden Euro

Durch Wirtschaftskriminalität erleiden europäische Firmen jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Wie die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers: www.pwcglobal.com/de am Mittwoch in Frankfurt am Main unter Berufung auf eine europaweite Umfrage mitteilte, belief sich der Schaden in den vergangenen beiden Jahren auf rund 3,6 Milliarden Euro (sieben Milliarden Mark).

Nur ein geringer Teil der Täter komme von außerhalb des Unternehmens: In 63 Prozent der Fälle sei der Betrüger ein eigener Mitarbeiter. Für die Studie wurden 3400 Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen in 15 europäischen Ländern nach Betrugsfällen der jüngsten zwei Jahre befragt.

Der Studie zufolge wird in den kommenden Jahren ein starkes Anwachsen so genannter Cybercrimes zu einem drängenden Problem für Firmen werden. Während zurzeit nur sechs Prozent der Befragten in Computerviren, Hackern oder dem Betrug über das Internet eine Gefahr sehen, seien bereits 13 Prozent der Unternehmen tatsächlich Opfer solcher Angriffe. In Zukunft, so sind sich immerhin schon 43 Prozent der Befragten einig, wird Cybercrime neben der Unterschlagung zu einem der größten Risiken.

In Deutschland gaben 73,2 Prozent der großen deutschen Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern an, sie seien bereits Opfer wirtschaftskrimineller Handlungen geworden. Deutsche Firmen lagen damit weit über dem europäischen Durchschnitt von 43 Prozent. Die Studie führt dies allerdings auf die hohe Aufklärungsrate in Deutschland zurück.

Ein konsequentes Vorgehen der Firmen gegen die Täter gibt es der Umfrage zufolge oft nicht: Nur 38 Prozent der befragten Firmen gaben an, Straftäter zu verfolgen. 31 Prozent der Unternehmen erklärten sogar, sie gingen grundsätzlich nicht gegen Betrüger vor.

Kontakt:
Pricewaterhouse Coopers, Tel.: 069/95850 (günstigsten Tarif anzeigen)

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