„Brain Drain“ kostet Indien Milliarden

Abwanderung von Computer-Experten in die USA und nach Europa hat dramatische Folgen

Die Abwanderung hochqualifizierter Computerexperten ins Ausland kostet die indische Volkswirtschaft jährlich mehrere Milliarden. Nach einem am Dienstag in Neu Delhi veröffentlichten Bericht der UN-Entwicklungshilfeorganisation verlassen allein 100.000 Experten das Land jährlich in Richtung USA.
Dies koste Neu Delhi im Jahr zwei Milliarden Dollar (4,7 Milliarden Mark/2,4 Milliarden Euro). Aber auch andere westliche Länder werben massiv Computerexperten aus Indien ab, unter anderem Deutschland.

„Die indischen Schulen bilden unsere Leute gut aus und am Ende verlieren wir die hochqualifizierten Fachleute“, konstatierte Technologieminister Pramod Mahajan. Die Kosten für die Ausbildung eines Computerexperten in Indien belaufen sich den Schätzungen des UN-Berichts zufolge auf 15.000 bis 20.000 Dollar.

Laut einer Untersuchung des Lehrstuhls für Soziologie an der Universität Hohenheim stößt die Green-Card-Initiative der deutschen Bundesregierung bei indischen IT-Fachleuten auf große Resonanz. Etwa 65 Prozent der indischen Spezialisten aus der Informationstechnikbranche könnten sich vorstellen, vorübergehend nach Deutschland zu emigrieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine empirische Erhebung der Universität, die Katja Fiedler unter indischen IT-Fachleuten durchgeführt hat (ZDNet berichtete).

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1 Kommentar zu „Brain Drain“ kostet Indien Milliarden

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  • Am 7. März 2002 um 18:11 von Catherine Stettner

    Ein deutsches Wort
    Ich würde gerne wissen wie "Brain Drain" in Deutsch übersetzt wird oder gibt es Kein Wort dafür. In Französisch haben wir den Begriff " La fuite des cerveaux". Ich habe meine Schüler(Erwachsene)gefragt aber sie wußten es auch nicht. vielleicht wissen Sie das, wenn Sie darüber schreiben, dachte ich.

    Ich danke Ihnen auch für den Artikel.

    Catherine

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