Microsoft startet Handheld-Offensive

Doppeltes Angebot an Lizenznehmer: Komplettes Windows CE oder nur den Kern / Analysten warnen vor neuer Strategie

Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) hat einen neuen Versuch gestartet, sich endgültig auch auf dem Markt für Handhelds durchzusetzen. Der Konzern bietet Abnehmern seines Mini-Betriebssystems Windows CE für Pocket PCs nun zwei Optionen an: Einerseits können Compaq (Börse Frankfurt: CPQ) und andere Fremdhersteller das Komplettpaket mit Win CE, Betriebsoberfläche und kleinen Applikationen, andererseits nur den Kern des Betriebssystems erwerben. Bei der zweiten Variante dürfen die OEMs ihre eigenen Anwendungen integrieren.

Doch Analysten warnen vor der neuen Doppelstrategie. Künftig werde es dadurch sehr unterschiedlich aufgemachte Pocket PCs geben. Käufer könnten zu den eher billigen Varianten tendieren, wodurch die Hersteller auf ihren teuren Geräten sitzen bleiben. „Wenn Sie Computer-Herstellern zu viele Freiheiten geben, löst sich das einheitliche Erscheinungsbild auf“, meinte etwa der IDC-Analyst Kevin Burden.

Bereits im vergangenen Monat hatte Compaq den Konkurrenten Palm (Börse Frankfurt: PLV) mit seinem konkurrierenden Palm-OS als Spitzenreiter im Handheld-Markt abgelöst (ZDNet berichtete). Palm bleibe zwar die Nummer eins was den Marktanteil und die Zahl der verkauften Geräte im zweiten Quartal angehe, so das Marktforschungsinstitut Gartner. Anders sehe es jedoch beim Umsatz aus. Laut einer Studie soll Compaq aufgrund des durchschnittlich höheren Verkaufspreises des Ipaq mit bedeutend mehr Einnahmen rechnen können als Palm. Die neue Strategie von Microsoft könnte dessen Vorteil jedoch wieder zu Nichte machen.

Im Mai hatte Microsoft mitgeteilt, dass im ersten Jahr seit der Einführung des Pocket PC-Betriebssystems 1,25 Millionen Geräte mit dem OS verkauft worden seien.

Kontakt:
Microsoft, Tel.: 089/31760 (günstigsten Tarif anzeigen)

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