MS-Anwälte bezeichnen Open Source als „Viren-artig“

Neue Lizenzbestimmungen verbieten Kombination von MS-Anwendungen mit kostenloser Software

Nun haben sich auch die Anwälte von Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) in die laufende Open Source-Debatte eingeschaltet. In den Lizenzbestimmungen zum neuen Mobile Internet Toolkit wird den Entwicklern untersagt, Microsoft-Software in Kombination mit „viraler Software“ einzusetzen. Viral bedeutet ’sich selbst verbreitend‘ (wie ein Virus) und bezeichnet jeglichen Open Source-Code. Konkret listet der Konzern unter viraler Software jegliche Anwendung auf, die entsprechend den Bestimmungen der General Public License (GPL), der Lesser General Public License (LPGL) oder der Mozilla Public License (MPL) erstellt wurden.

„Die Wortwahl sagt mehr über die Einstellung von Microsoft gegenüber dieser Art von Software mehr aus, als der Inhalt der Lizenz. Sie hätten auch ‚Open Software‘ oder etwas anderes Neutrales wählen können“, erklärte die Analystin Dana Hayter von Fenwick & West. Doch die Anwälte haben sich offenbar dazu entschieden, an der von den Konzernspitzen Bill Gates, Steve Ballmer und nicht zuletzt Craig Mundie angezettelten Kampagne gegen Open Source teilzunehmen.

Zuletzt hatte sich in dieser Debatte der Caldera-Boss Ransom Love zu Wort gemeldet (ZDNet berichtete exklusiv). Zuvor hatten unter anderen Craig Mundie, Richard Stallman, Bill Gates und der Vorstandsvorsitzende von Suse, Roland Dyroff, zum Teil heftige Beiträge geliefert (ZDNet berichtete laufend).

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