KPN erwägt Fusion von E-Plus mit Mobilcom

Bericht: Plan zum weiteren Schuldenabbau soll in der kommenden Woche vorgestellt werden

Der niederländische Telefonkonzern KPN denkt zum Abbau seiner Milliardenschulden über eine Fusion seiner deutschen Mobilfunktochter E-plus mit der France-Télécom-Beteiligung Mobilcom (Börse Frankfurt: MOB) nach. Wie das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) berichtete, will KPN in der kommenden Woche eine Lösung zum Abbau seines Schuldenberges von 23,2 Milliarden Euro (45,3 Milliarden Mark) vorstellen.

Ferner plane KPN eine Aktienemission im Wert von fünf Milliarden Euro (Milliarden Mark). France Télécom hielt Informationen des Blattes zufolge an Mobilcom als Partner in Deutschland fest. Der Chef der France-Télécom-Mobilfunktochter Orange, Jean-François Pontal, sagte in Paris laut „Handelsblatt“ auf die Frage nach einer Übernahme von E-plus: „Unsere Vereinbarungen mit Mobilcom schließen eine Kapitalbeteiligung bei E-plus aus.“ Pontal habe die Gespräche von Mobilcom und E-plus über einen gemeinsamen Aufbau ihrer UMTS-Netze bestätigt.

KPN hat mit seinen Anfang Juni veröffentlichten Zahlen die zurückgefahrenen Erwartungen der Analysten erfüllt: Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ging um 2,5 Prozent auf 795 Millionen Euro zurück (ZDNet berichtete).

Der Umsatz kletterte im gleichen Zeitraum um ein Fünftel auf 2,9 Milliarden Euro. Verantwortlich für die gestiegenen Einnnahmen ist nach Angaben des Unternehmens der Umsatz per Internet und die Mobilfunkaktivitäten. KPN ist die Konzernmutter des deutschen Handy-Providers E-Plus.

Schuld am Gewinneinbruch soll der Preiskampf im Festnetz und ein Restrukturierungsprogramm sein. Die Aktie von KPN verlor am Freitag über 15 Prozent.

Nach wie vor rechnet das holländische Telekommunikationsunternehmen damit, den Umsatz im Gesamtjahr um zehn bis 15 Prozent zu steigern. Der Gewinn soll auf Jahressicht um fünf Prozent zulegen. KPN hofft auf ein Erholung in der zweiten Jahreshälfte.

Eine ausführliche Übersicht der Quartalsergebnisse liefert das Unternehmen in einem 20-seitigen „.pdf“-Dokument.

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