Analog präsentiert ersten mit Intel entwickelten DSP

Der neue ADSP-21535 Blackfin soll die Hardware- und Software-Entwicklung in Echtzeitsystemen beschleunigen

Analog Devices hat Details seiner 16-Bit-DSP-Familie Blackfin bekannt gegeben. Es handelt sich nach Unternehmensangaben um das weltweit erste Produkt, das eine gemeinsam mit Intel (Börse Frankfurt: INL) entwickelte Hochleistungs-Architektur mit dem Codenamen „Frio“ implementiert. Der neue DSP wurde für Telekommunikations-Anwendungen sowie für Internet-fähige Geräte wie Videotelefone, Spielekonsolen, Web-Terminals und Handhelds entworfen.

Blackfin soll die Entwicklungszeiten für Software und Hardware durch eine programmierer-freundliche Architektur vereinfachen. Gleichzeitig verbessere er durch die Vielzahl der auf dem Chip monolithisch integrierten Schnittstellen den Anschluss von Datenwandlern. Analog will zusätzlich einen Chipsatz auf den Markt bringen, der die Spannung und die Frequenz des DSPs regeln soll.

„Die DSP-Architektur Blackfin bildet für unsere Firma die Basis für die nächste Generation der universell einsetzbaren DSPs sowie der anwendungsspezifischen Lösungen auf DSP-Basis. Das Internet treibt eine neue Ära der Signalverarbeitungs-Technologie voran, mit der drahtlose Applikationen aber auch Breitband-, Bildverarbeitungs-, Mess- und Steuerungs-Anwendungen abgedeckt werden“, erklärte der Analog-Manager Brian McAloon.

Der neue Blackfin-DSP arbeitet bei 300 MHz und liefert bei dieser Taktrate bis zu 600 MMACs (Millionen Muliplikations- und Akkumulier-Befehle pro Sekunde). Die minimale Leistungsaufnahme beträgt angeblich lediglich 42 mW bei einer Versorgungsspannung von 0,9 Volt. Blackfin soll die Verarbeitungsleistung des Analog Devices-DSP-Portfolio um mehr als den vierfachen Wert erhöhen und gleichzeitig die Leistungsaufnahme um fast ein Drittel verringert. Es wird Bausteine enthalten, die mit einer Taktfrequenz von bis zu einem GHz arbeiten können, so McAloon.

Die DSP-Familie enthält Schnittstellen sowohl für den PCI-Bus als auch für USB. Auf dem ersten Blackfin-Chip sind ein 2,4 MBit großes SRAM sowie ein Level-1-Speicher integriert, der als Cache oder SRAM konfiguriert werden kann.

Software-Entwicklungswerkzeuge und technische Dokumentation sind ab sofort verfügbar. Von zwei Blackfin DSP-Versionen sollen im September Musterstückzahlen verfügbar sein, die Serienproduktion starte im ersten Quartal 2002. Bei einer Abnahme von 10.000 Stück nennt der Hersteller einen Preis von 27 Dollar für den ADSP-21535PKCA-200 mit einer Taktfrequenz von 200 MHz. Beim ADSP-21535PKCA-300 mit 300 MHz beträgt die unverbindliche Preisempfehlung 34 Dollar pro Baustein.

Als Intel und Analog Devices ihre Zusammenarbeit Anfang Februar 2000 verkündeten, nannten sie einen High-Performance Chip mit niedrigem Energieverbrauch als Ziel des Projekts. Der DSP sollte Video, Sprache und Daten verarbeiten können. Intel hat sein Developer Forum in Amsterdam zum Anlass genommen, eine erste Prozessorstudie vorzustellen. Der Intel-Manager Ronald Smith ließ den Chip auf bis zu derzeit noch spektakuläre 340 MHz beschleunigen. Aktuell in Mobiltelefonen eingesetzte DSPs verfügen über eine durchschnittliche Taktrate von 100 MHz.

Kontakt:
Analog Devices, Tel.: 089/76903551 (günstigsten Tarif anzeigen)

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