EU macht Internet-Sicherheit zur Chefsache

Liikanen will bessere Schulung in Sachen Datenschutz, die Koordination der nationalen Notfallteams und eine einheitliche Kryptorichtlinie

Die EU-Kommission hat am Mittwoch einen Maßnahmenkatalog präsentiert, der dazu beitragen soll, den Datentransfer zwischen den Mitgliedstaaten der EU sicherer zu gestalten. Bereits bei einem Treffen der Ratsversammlung in Stockholm war ein solcher Masterplan in Auftrag gegeben worden.

Der für das Internet zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen will ein effektiveres Frühwarnsystem für drohende Gefahren einführen. Weiter plant er größere Investitionen in die Forschung und Schulung bei Sicherheitsfragen, ein gemeinsames Kryptographie-Konzept sowie härtere Strafen für Verbrechen im Internet.

Laut Liikanen wiegen sich die europäischen Bürger und Unternehmen nach wie vor in einer trügerischen Sicherheit hinsichtlich der Verwundbarkeit der Netze sowie der Authentizität und Originalität der Daten. Sprich: Den Europäern sei oft nicht bewusst, wie leicht Daten im Internet abgehört und manipuliert werden könnten. Deshalb soll die Ausbildung in Zukunft diesen Bereich verstärkt behandeln, die Bürger zu mehr Sicherheitsbewusstsein erzogen werden.

Zudem sollten nationale Notfall-Teams besser koordiniert und ihre Einsatzgebiete sowie Ausstattung auf einen Standard gebracht werden. Darüber hinaus sollen die Forschungsausgaben für das Internet, die sich für 2001 und 2002 auf 30 Millionen Euro belaufen, in Zukunft noch gesteigert werden. Und nicht zuletzt wird es nach dem Willen von Liikanen eine verbesserte Zusammenarbeit der Strafverfolgungs-Behörden bei grenzüberschreitenden, das Internet betreffenden Ermittlungen geben.

Die Europäische Kommission will bis Ende August Stellungnahmen der Mitgliedsländer zu dem Maßnahmen-Katalog annehmen.

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