Probleme bei UMTS-Test in Japan

2000 Probanden konnten keine E-Mails abrufen / Ursache: Ein I-Mode-Router fiel aus

Der japanische Telefonanbieter NTT Docomo kämpft mit Widrigkeiten beim Testlauf des Mobilfunkstandards der dritten Generation (UMTS). Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, konnten 2000 der 4500 Tester in der Hauptstadt Tokio am Donnerstagabend keine E-Mails abrufen. Der Ausfall habe insgesamt 18 Stunden gedauert und sei am Freitagmittag behoben gewesen.

Das Unternehmen machte nicht die Technik des neuen Übertragungsstandards FOMA (Freedom Of Mobile Multimedia Access) für den Ausfall verantwortlich, sondern einen Router des Vorläufersystems I-Mode. Der seit Mittwoch andauernde Testlauf in Japan ist weltweit der erste Großversuch mit Mobilfunk der dritten Generation.

Ursprünglich hatte NTT Docomo den FOMA-Standard schon diese Woche flächendeckend in Japan anbieten wollen, musste den Start wegen Softwareproblemen dann aber auf Oktober verschieben. Auch die entsprechenden, videofähigen Endgeräte verspäten sich aufgrund eines Fehlers in den Handyprogrammen (ZDNet berichtete). Das Unternehmen versprach jedoch Ende Juni 1200 Videophones anzubieten. Die Testkunden benutzen derzeit entweder eine Computer Daten-Karte oder eine Upgrade-Version des herkömmlichen I-Mode Handys, um das UMTS-Netz auszuprobieren.

FOMA bietet die 40-fache Übertragungsgeschwindigkeit von I-Mode und erlaubt erstmals bewegte Bilder und Videokonferenzen per Handy. Der geplante Standard UMTS soll in Deutschland Ende 2002 oder Anfang 2003 an den Start gehen.

Aktuelles und Grundlegendes zum Universal Mobile Telecommunication System bietet ein News-Report zum Thema UMTS.

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