Bericht: US-Spionagestation Bad Aibling wird aufgegeben

Zeitung zitiert Dossier des Army-Geheimdienstes und nennt Neuordnung der Streitkräfte als Anlass

Wie die Tageszeitung „Münchner Merkur“ unter Berufung auf ein Dossier des US-Army-Geheimdienstes meldet, soll die seit 30 Jahren genutze Abhörstation in Bad Aibling im September 2002 abgeschaltet worden. Mit der Installation sollen zunächst Telefonate, Faxe und der E-Mail-Verkehr in Deutschland überwacht worden sein. Später richteten sich die Antennen auf die Schweiz und Liechtenstein, wie der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom gegenüber ZDNet erklärte.

Laut Münchner Merkur ist eine Neuordnung der amerikanischen Streitkräfte in Europa der Grund, warum das Pentagon die Station dichtmachen will. Das Blatt berichtet weiter, dass der Kommandant vor Ort die geplante Schließung am Donnerstag bestätigt haben soll.

Neben weiteren, kleineren Spionage-Anlagen in Deutschland, die die Federation of American Scientists oftmals in der Nähe von US-Bases vermutet, ist für die Bundesrepublik vor allem der moderne und gut ausgebaute Stützpunkt im britischen Menwith Hill relevant. Von dort aus wird laut Schmidt-Eenboom der Telefon- und Datenstrom in Deutschland überwacht.

ZDNet hat zu der Entstehungsgeschichte, der Wirkungsweise sowie den Zielen und Hintermännern des geheimen Spionageprojekts Echelon einen internationalen News Report zusammengestellt.

Themenseiten: Business, Datenschutz, Echelon, National Security Agency, Privacy

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