Lucent schwer angeschlagen

Finanzchefin geht in hochexplosiver Situation / Bonus von mehreren Millionen Dollar ist ihr trotzdem sicher

Beim Netzwerker Lucent Technologies (Börse Frankfurt: LUC) brennt derzeit die Hütte: Die Finanzchefin Deborah Hopkins wird ihren Hut nehmen, um eine „andere Gelegenheit“ zu ergreifen. Als Nachfolger wird Frank D’Amelio antreten. Der Zeitpunkt des Wechsels ist jedoch reichlich delikat: Gerade hat das FBI Ermittlungen wegen des Verdachts auf Industriespionage gegen drei Mitarbeiter aufgenommen.

Den chinesischen Entwicklern Kai Xu, Hai Lin und Yong-Qing Cheng wurde vorgeworfen, den patentierten Code an die Pekinger Firma Datang Telecom Technology weitergeleitet zu haben. Dieses Unternehmen befindet sich überwiegend in chinesischem Staatsbesitz. Zusätzlich wurden Gerüchte laut, die amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission ermittle wegen des Verdachts auf Insider-Handel oder andere krumme Börsengeschäfte. Und schließlich waren die kürzlich vorgelegten Quartalszahlen geradezu verheerend (ZDNet berichtete). Tausende von Angestellten werden auf die Straße gesetzt werden müssen.

Hopkins war erst vor rund einem Jahr von Boeing gekommen. Der damalige Lucent-Chef Richard McGinn bot ihr eine Bonuszahlung von 4,6 Millionen Dollar für den Fall an, dass sie wenigstens ein Jahr bleibt. Die zwölf Monate waren zum 24. April voll.

Neben Lucent befindet sich auch der Konkurrent Cisco in der Schieflage. Dazu liefert ZDNet in einem Spezial aktuelle Informationen und Zitate.

Kontakt:
Lucent Call-Center, 0800-360300

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