Intel hat Probleme mit 0,13 Mikron-Technik

Komponente für neues Produktionsverfahren verspätet sich um drei bis vier Monate / AMD plant kleineres Chip-Design Ende des Jahres

Intels (Börse Frankfurt: INL) angekündigter Schritt für eine fortschrittlichere Chip-Produktion könnte vielleicht etwas länger auf sich warten lassen als angekündigt. Grund: Eine wichtige Komponente für die Produktionskette kommt verspätet.

Vergangene Woche hatte die in Connecticut ansässige US-Firma SVG Lithography mitgeteilt, dass sich die Lieferungen seines „Micrascan V“, ein 193-Nanometer Lithographie System, um drei bis vier Monate verzögert.

Der Chipproduzent meinte unterdessen, dass man sich auf die Lieferung des Intel Micrascan V für das neue Produktionsverfahren verlasse. Durch die neue Technik soll es möglich werden, Chips zukünftig mit einem 0,13-Mikron Prozess herzustellen. Derzeit werden die Siliziumchips noch mit 0,18-Mikron Standard gefertigt. Durch die noch kleinere Fertigung sollen die Prozessoren schneller und preiswerter herzustellen sein sowie einen effizienteren Stromverbrauch besitzen.

Der 0,13-Mikron Prozess ist für Intels Pläne von entscheidender Bedeutung, um schneller neuere Chips für den PC-Markt anbieten zu können, meinte eine Analyst der Branche. Erst vor kurzem reduzierte das Unternehmen seine Preise für die Pentium 4 CPUs (ZDNet berichtete). Der Chip selbst bleibt jedoch genauso teuer für den Produzenten. Verringert man die Größe des Prozessors, minimieren sich die Kosten für den Hersteller.

Der erste Pentium 4 mit 0,13-Mikron-Technik soll unter dem Codenamen „Northwood“ im vierten Quartal auf den Markt kommen. Auch der Pentium III-Chip bekommt ein 0,13-Mikron-Design unter dem Decknamen „Tualatin“ (ZDNet berichete).

Ohne die Micrascan V-Komponente ist Intel jedoch laut Industrieberichten nicht in der Lage, auf das neue Produktionsverfahren umzustellen. Zwei Werke des Chip-Herstellers sollen bereits zur Jahresmitte mit der 0,13 Mikron Chip-Produktion laut Zeitplan anfangen.

Konkurrent AMD (Börse Frankfurt: AMD) bastelt unterdessen an einem anderen 0,13-Mikron Verfahren. Sie setzen dabei Produktionskomponenten der Firma ASML ein. AMD will das Werk in Dresden Ende des Jahres auf das neue Chip-Design umstellen.

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Kontakt:
Intel, Tel.: 089/9914303 (günstigsten Tarif anzeigen)

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