Globale Allianz gegen Betrug bei Online-Shops

Geprellte Verbraucher können sich über neue Site bei Regierungsstelle im Herkunftsland des Händlers beschweren

Eine Koalition aus dreizehn Staaten hat am Dienstag die Site Econsumer online gestellt. Die zur Regierung gehörenden Verbraucherschutzstellen der jeweiligen Nationen wollen so eine zentrale Anlaufstelle für Kunden schaffen, die sich von Shop-Besitzern im Internet geprellt fühlen. So soll es auch beispielsweise einem Australier möglich sein, sich in Dänemark zu beschweren.

Zu den Mitgliedsstaaten gehören bisher Australien, Kanada, Dänemark, Finnland, Ungarn, Korea, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Schweden, die Schweiz, Großbritannien und die USA. Die deutsche Übersetzung der Site wurde vom schweizerischen Staatssekretariat für Wirtschaft besorgt.

„Wir haben genug grenzüberschreitende Betrugsfälle gesehen und sind überzeugt, dass diese Site ein hilfreiches Werkzeug im Kampf dagegen ist“, sagte der Kommissar der US-Handelsbehörde (FTC), Mozelle Thompson. „Die skrupellosen Teile der Gesellschaft erhalten so klar die Botschaft, dass sie sich nicht verstecken können, nur weil sie auf der anderen Seite einer Grenze leben.“

Während der FTC im Jahr 1999 noch 22.009 Fälle von Betrug bei Online-Verkäufen gemeldet wurden, waren es im vergangenen Jahr bereits 25.469. Allerdings kann die Behörde nicht sagen, wieviele Fälle davon grenzüberschreitend waren. Auf der Econsumer-Site sind Online-Formulare zu finden, mit denen sich die Betrogenen bei den zuständigen Stellen im jeweiligen Land beschweren können. Zudem finden sich Informationen zu den gesetzlichen Verbraucherschutzbestimmungen dort. Nicht zuletzt wollen die beteiligten Behörden einen Überblick über die Anzahl von Betrugsfällen erlangen. Die Informationen sollen untereinander ausgetauscht und der Polizei im jeweiligen Land zur Verfügung gestellt werden, so Thompson.

Auf die Frage warum Staaten wie Japan, Deutschland und Frankreich bei der Aktion noch nicht beteiligt sind, erklärte Thompson: „Ich bin überzeugt, weitere Behörden in anderen Staaten sind gerade dabei die erforderlichen Genehmigungen einzuholen um sich beteiligen zu können.“

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