IBM kündigt neue Unix-Server an

AIX-Version wurde überarbeitet und soll jetzt besser mit Linux-Anwendungen zusammenarbeiten

IBM (Börse Frankfurt: IBM) hat am Montag eine neue Familie von Unix-Servern angekündigt. Die neuen Server bestehen aus dem p620 sowie dem p660-Rack. Beide können mit bis zu sechs Prozessoren betrieben werden. Die Geräte nutzen als erste Unix-Midrange-Server IBMs auf Silicon-on-Insulator (SOI)-Technologie hergestellte CPUs, die höhere Taktraten bei niedrigeren Temperaturen erlauben. Erhältlich sind die Maschinen ab 27. April, sie kosten zwischen 17.000 und 21.000 Dollar in der Grundausstattung.

Die neuen Modelle kommen kurz nachdem Sun (Börse Frankfurt: SSY) neue Systeme mit seinen Ultrasparc III-Chips angekünidgt hat. IBM war zwar schon immer darauf bedacht, Sun Marktanteile abzujagen. Doch laut Sun-Managern haben die gesunkenen Investitionen in Server sich rapide auf die Preise ausgewirkt und zu einem regelrechten Verfall geführt.

Unix-Server sind ein großer aber auch hart umkämpfter Teil der Computer-Industrie. Der Markt ist von 25,5 Milliarden Dollar im Jahr 1999 auf 29 Milliarden Dollar im Jahr 2000 angewachsen. Das berichtet das Marktforschungsunternehmen IDC. Den Löwenanteil soll Sun halten. Laut IBM-Manager Mike Kerr sind die Unix-Server die umsatzstärksten unter den vier Serverlinien von Big Blue.

Darüber hinaus kündigte IBM eine neue AIX-Version an, die auch mit Linux-Programmen arbeiten kann. Diese „Linux Affinität“ bedeutet, dass Linux-Anwendungen leichter auf IBM-Systeme übertragen werden können, wenn die Entwickler über den entsprechenden Source Code verfügen. Zudem sollen sich Linux-Programmierer AIX-Features wie der höheren Performance bedienen können. Laut Kerr wird IBM Linux in Zukunft bei seiner Serie mit p-Servern unterstützen.

Der p660-Server kommt im 19 Zoll-Rack, kann eine bis sechs CPUs mit bis zu 669 MHz RS64 IV enthalten sowie unter anderem bis zu 32 GByte RAM, 128 KByte Daten ECC / 128 KByte Instruction L1-Cache pro Prozessor, bis zu acht MByte ECC L2-Cache per CPU, 36,4 GByte Festplattenspeicher, 2,4 GByte/s Bandbreite, bis zu 28 hotplugable PCI-Slots, vier Media-Bays sowie ein Kühlungs-Subsystem.

Die Stand-allone-Version, das Modell P620, enthält unter anderem abweichend vom oberen Modell bis zu 509,6 GByte Diskspeicher, zehn hotplugable PCI-Slots, 14 Diskdrive-Bays, davon zwölf hotwappable, drei Media-Bays.

Kontakt:
IBM, Tel.: 01803/313233

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