Forscher berechnen Massen-Crash

Mit komplexer Datenmenge einer Nebel-Karambolage komplett im Computer simuliert

Forschern des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD haben es geschafft, den Ablauf eines Nebel-Unfalls unter Einsatz von Computergrafik detailliert zu rekonstruieren und als dreidimensionale, interaktiv zu steuernde Computeranimation realitätnah darzustellen.

In einem Pilotprojekt mit der Autobahnpolizei Mühlhausen haben sie ein Visualisierungs-System entwickelt, das Unfall-Gutachter in ihrer Arbeit effektiv unterstützen soll. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, eine Simulation der Massen-Karambolage auf der A8 vom Herbst 1998 mit 124 Fahrzeugen zu simulieren. Diese Art der optischen Unfalldarstellung ist nach Angaben des IGD bisher einzigartig in Europa.

Interessant ist das Verfahren für Polizei, Gutachter und natürlich auch Versicherungen. „Mit der Computersimulation wird automatisch auch die Plausibilität geprüft. Als Basis dienen alle Spuren, die Polizisten am Unfallort aufgenommen haben. Das hilft den Gutachtern, Fehler zu vermeiden“, betonge der Leiter des Projekts, Christian Knöpfle.

Eine Weiterentwicklung des Systems soll auch in der Unfallforschung eingesetzt werden, um weitere Unfälle vermeiden zu helfen. Nach der Marktreife soll das Programm beim Training für Polizei und Rettungsmannschaften eingesetzt werden.

Kontakt:
IGD, Tel.: 06151/1550 (günstigsten Tarif anzeigen)

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